Zweifel an ukrainischen Erfolgen: Bundeswehr-Inspekteur sieht keine echte Gegenoffensive

Zweifel an ukrainischen Erfolgen: Bundeswehr-Inspekteur sieht keine echte Gegenoffensive

Berlin. Einer löckt gegen den Stachel: angesichts der jüngsten militärischen Erfolge der Ukraine bleibt Bundeswehr-Inspekteur General Eberhard Zorn skeptisch und kann bislang keine echte Gegenoffensive der Ukrainer erkennen: „Ich bin mit den Begriffen vorsichtig“, sagte er in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Er sehe allenfalls „Gegenstöße, mit denen man Orte oder einzelne Frontabschnitte zurückgewinnen, aber nicht Rußland auf breiter Front zurückdrängen kann“.

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Die ukrainische Armee agiere zwar „klug, bietet selten eine Breitseite und führt souverän und sehr beweglich die Operationen“. Aber ob die Ukrainer wirklich die Kraft für eine Gegenoffensive haben, bezweifelt Zorn, der ranghöchste Soldat der Bundeswehr: „Sie bräuchten eine Überlegenheit von mindestens 3 zu 1.“

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Zorn verteidigte zugleich die bisherigen deutschen Waffenlieferungen – warnt aber mit Nachdruck vor weiteren Waffenlieferungen, die die eigenen Fähigkeiten der Bundeswehr beeinträchtigen könnten: „Mein Rat ist wirklich, unsere Zahlen anzuerkennen: alles, was wir abgeben, brauchen wir zurück.“

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Damit steht die militärische Führung in Deutschland im übrigen nicht allein – auch im Pentagon wird derzeit dringend nach Herstellern für Artilleriemunition gesucht. Die USA haben in den letzten Monaten rund 850.000 Granaten vom Kaliber 155 Millimeter in die Ukraine geschickt – mit der Folge, daß die eigenen Munitionsbestände dramatisch zurückgegangen sind. (rk)

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