Zum 13. Mal: Italienische Behörden setzen Illegalen-Schlepperschiff fest
Augusta. Erneut haben die italienischen Behörden ein vorgebliches „Seenotrettungs“-Schiff festgesetzt. Es handelt sich um die „Geo Barents“ der „Ärzte ohne Grenzen“, die jetzt in der sizilianischen Hafenstadt Augusta festgesetzt wurde. Kontrolleure hatten das Schiff am Freitag über mehrere Stunden hinweg inspiziert und Mängel festgestellt. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
„Ärzte ohne Grenzen“ beschwert sich in einer Presseerklärung darüber, daß dies schon der 13. Fall sei, daß italienische Behörden ein NGO-Rettungsschiff in den vergangenen drei Jahren blockiert hätten.
Tatsächlich haben die Behörden in der Vergangenheit immer wieder Schiffe privater Seenotretter festgehalten. Betroffen sind derzeit die „Sea-Eye 4“ und die „Sea-Watch 4“. Die zuletzt festgesetzte „Sea-Watch 3“ bekam nach Angaben einer Sprecherin der deutschen Hilfsorganisation die Genehmigung, in ihren spanischen Heimathafen Burriana zu fahren, um Mängel zu beheben. Oft beanstanden die Behörden ihre Ausrüstung oder daß sie für ihre Einsätze in der falschen Klasse kategorisiert sind.
Von Libyen und Tunesien aus machen sich unterdessen weiter scharenweise Migranten auf den Weg nach Italien. Das dortige Innenministerium zählte in diesem Jahr bereits knapp 21.000 Menschen, die in Booten die Küste des Mittelmeerlandes erreichten, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es rund 7300. (mü)
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