Zufall eher unwahrscheinlich: Wer zerstörte Nord Stream 2?
Berlin/Lubmin. Eine außerordentlich brisante Eskalation im Kontext des Ukraine-Krieges: die russisch-deutsche Ostseepipeline Nord Stream 2 wurde offenbar Ziel eines Sabotageaktes.
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Die dänische Schifffahrtsbehörde bestätigte einen ungewöhnlichen Vorfall an der Pipeline. Demnach sei in der Nacht zum Montag ein Leck aufgefallen. Es sei ein starker Druckabfall zu beobachten, bestätigte auch der Betreiber Gascade. Unweit der dänischen Insel Bornholm treten seither Methanblasen aus dem Meer. Den Angaben der Betreiberfirma Nord Stream 2 zufolge, die in Lubmin das deutsche Endterminal unterhält, haben Polizei und Marine eine Sperrzone von fünf Meilen eingerichtet. Der Druck in der Pipeline soll von 105 auf sieben Bar abgefallen sein, so die Nord-Stream-2-Betreiber. Auch der Flugverkehr ist beeinträchtigt – Überflüge über dem betroffenen Meeresareal in einer Höhe unter 1000 Metern sind derzeit untersagt.
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Zu den Ursachen des Lecks gibt es bislang keine offiziellen Informationen. Experten zufolge ist Sabotage nicht auszuschließen. Ein Unfall an der hochmodernen Pipelinekonstruktion sei eher unwahrscheinlich.
Selbst Mainstream-Medien diskutieren die Möglichkeit eines Sabotageaktes. So spekulierte etwa die „Welt“, die Tatsache, daß Nord Stream 2 nach Rückschlägen für Rußland im Ukraine-Krieg und mitten in der westeuropäischen Versorgungskrise beschädigt wurde, lasse auf Sabotage schließen. Mit Blick auf die zu erwartenden Proteste in Deutschland, die sich wegen der zu erwartenden Energie-Engpässe in den nächsten Monaten ausweiten dürften, ist das durchaus plausibel, denn der Ruf nach einer Öffnung der Ostseepipeline wird lauter.
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Beobachter wollen die Möglichkeit nicht ausschließen, daß einige der „Partner“ Deutschlands der Bundesregierung nicht trauen und ihr ein „Umkippen“ im Winter zutrauen. Diese Möglichkeit ist durch die Unbrauchbarmachung der Pipeline jetzt erst einmal vom Tisch. (mü)
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