ZUERST! exklusiv: Ganz Shanghai ein Straflager - Chinesische Führung probt den ganz großen „Lockdown“
Shanghai. Von den bundesdeutschen Medien wenig beachtet, haben die chinesischen Behörden vor zwei Wochen strengste Corona-Restriktionen über Shanghai verhängt, was inzwischen zu dramatischen Zuständen in der 24-Millionen-Einwohner-Metropole führt. Zur Begründung führt die chinesische Führung ihre „Zero-Covid“-Politik an.
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Millionen betroffener Bürger sehen sich infolgedessen mit einem apokalyptischen Szenario konfrontiert: Shanghai ist faktisch ein gigantisches Straflager. Menschen dürfen ihre Wohnungen nicht mehr verlassen, Militärs, Kampfroboter und Drohnen patrouillieren in den Straßen und überwachen die Einhaltung der Vorschriften. Die Versorgungslage ist dramatisch.
Eigentlich war der Total-Lockdown bis zum 5. April befristet, wurde dann aber verlängert. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. 24 Millionen Einwohner sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten, mit Corona Infizierte werden – falls nötig, unter Gewaltanwendung – abgeholt und in zentrale Quarantäneeinrichtungen gepfercht. Selbst kleine Kinder werden von ihren Familien getrennt: wenn Vater und Mutter beide positiv getestet sind, werden ihnen selbst Säuglinge entrissen und in Isolierstationen verbracht.
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Offenbar um die Entschlossenheit der Behörden zu unterstreichen, werden im öffentlichen Raum aufgegriffene Haustiere kurzerhand getötet. Geleakte Privatvideos zeigen Hundefänger in Covid-Schutzanzügen, die wehrlose Tiere am Straßenrand massakrieren und abtransportieren.
Die Pekinger Führung will in Shanghai offenbar ein Exempel – oder einen Testlauf für künftige ähnliche Operationen – durchführen und hat 38.000 medizinische Fachkräfte und 2000 Soldaten sowie eine unbekannte Zahl militärischer Spezialkräfte nach Schanghai verlegt. Überall in den Straßen patrouillieren Militär und Polizei. In den Außenbezirken, wo die Aus- und Zufahrtsstraßen von bzw. in Richtung Stadtzentrum abgeriegelt werden, haben schwerbewaffnete Spezialeinheiten in Seuchenbekämpfungs-Uniformen Stellung bezogen.
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Dissidenten und kritische Beobachter im Reich der Mitte vermuten, daß die KP-Zentrale in Peking ein Exempel an der Vorzeige-Wirtschaftsmetropole Shanghai statuieren will, das in ganz China für Abschreckung sorgen soll. In der Vergangenheit hatten immer wieder Spitzenfunktionäre der Stadt, unter anderem der in der Bevölkerung beliebte stellvertretende Bürgermeister Chen Tong, die harten Lockdown-Maßnahmen von 2020 subtil kritisiert. Tong plädierte wiederholt für eine „flexible Strategie“ zur Corona-Bekämpfung.
Um die erzieherische Botschaft an die Bevölkerung zu unterstreichen, werden von der chinesischen Führung offenbar bewußt Versorgungsengpässe und Nahrungsmangel in Kauf genommen. Im unmittelbaren Vorfeld des Lockdowns war es bereits zu Panikkäufen gekommen. Inzwischen, nach zwei Wochen, fehlt es vielen Einwohnern an allem. Tongs Hilferuf an die Zentralregierung, doch wenigstens ihre Zustimmung zur Öffnung von Großmärkten zu erteilen, wurde brüsk zurückgewiesen.
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Inzwischen mehren sich die Berichte von zahlreichen Hungertoten und Kranken durch einen gravierenden Mangel an Nahrungsmittel und Medikamenten.
In chinesischen Oppositionellenkreisen zirkuliert neben der Bestrafungs- bzw. Rache-Hypothese noch eine weitere Vermutung. Demnach versucht die KP-Führung die in Shanghai besonders gravierende Zahl an Impfnebenwirkungen und -schäden zu vertuschen.
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Im Song-Jiang-District, wo die Versorgung besonders schlecht ist, skandieren zahllose hungernde Menschen immer wieder lautstark von Balkonen und offenen Fenstern herab: „Wir brauchen Essen!“ In anderen Hochhaussiedlungen singen Menschen allabendlich gegen ihre Freiheitsberaubung an. Die Behörden antworten darauf mit automatisierten Durchsagen aus fliegenden Drohnen, wonach sich die Menschen an die Anordnungen halten und „das Verlangen deiner Seele nach Freiheit“ in Zaum halten sollen. In anderen Vierteln kamen digitale Polizei-Roboterhunde mit derselben Botschaft zum Einsatz.
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Auch westliche Beobachter können sich des Verdachts nicht erwehren, daß in Shanghai in diesen Wochen der Ernstfall für künftige Katastrophen-Szenarien geprobt wird, sei es für eine neue „Pandemie“ oder im Namen des „Klimaschutzes“. Das Bundesverfassungsgericht hat dafür im April 2021 den Weg freigemacht. (mü)
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