Zu wenig Feuerkraft, zu wenig Nachschub: Schlechte Perspektiven für die ukrainischen Streitkräfte
Kiew. Auf dem ukrainischen Kriegsschauplatz geraten die Ukrainer zunehmend in Bedrängnis – vor allem, weil die westlichen Verbündeten schwächeln und Nachschub an Gerät und Munition nicht mehr in ausreichender Menge liefern können. Die meisten westlichen Streitkräfte sind inzwischen selbst am Limit und können kein weiteres Großgerät mehr entbehren.
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Der US-Militärexperte und frühere Kommandeur der US-Spezialkräfte im Mittleren Osten Andy Milburn schätzt die Chancen der Ukrainer deshalb eher pessimistisch ein. „Die unschöne Wahrheit: Rußland ist weiter auf dem Vormarsch“, erklärte der Gründer der sogenannten „Mozart-Gruppe“ dieser Tage im Gespräch mit Ippen-Media.
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Milburn forderte von den Verbündeten Kiews und der NATO mehr Hilfe bei der Ausbildung ukrainischer Soldaten und moderne Waffensysteme. „Die westlichen Partner der Ukraine müssen anfangen, das Land mit HIMARS- und Patriot-Systemen regelrecht zu fluten“, sagte er. Doch dafür stehen die Chancen schlecht, und die anhaltenden russischen Schläge gegen die ukrainische Energie-Infrastruktur zeigen Wirkung.
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Daß es seinen Streitkräften an Feuerkraft fehlt, räumte auch der ukrainische Oberbefehlshaber General Waleriyj Saluschnyj im Gespräch mit dem britischen „Economist” ein. So sagte der General, daß die Ukraine dringend mehr Waffenlieferungen benötige, um wieder eine Offensiv-Operation starten zu können: „Ich brauche 300 Kampfpanzer, 600 bis 700 Schützenpanzer und 500 Haubitzen.” Macht zusammen 1.000 Panzer und 500 Geschütze. Eher unrealistisch, daß dieses Material in absehbarer Zeit seinen Weg in die Ukraine findet. (mü)
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