Wozu Corona gut sein kann: Orbán will Migration für zwei Jahre verbieten

Budapest. Der ungarische Präsident Orbán, ohnehin kein Freund unnötiger Zuwanderung, sieht jetzt in Corona ein weiteres Argument gegen Migration. Er hat sich dafür ausgesprochen, in Corona-Zeiten Migration grundsätzlich für zwei Jahre zu verbieten. Im staatlichen ungarischen Rundfunk erklärte er: „Migranten-Armeen trommeln an alle Türen Europas.“ Die Migration sei aber in Zeiten der Corona-Pandemie besonders gefährlich, weshalb er vorschlage, „daß man zwei Jahre lang keinerlei Migration erlaubt“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Migration sei an sich schlecht, und die Menschen sollten dort glücklich werden, wo sie „infolge der Bestimmung Gottes“ geboren sind.

Orbán ging allerdings nicht näher darauf ein, wie ein zweijähriges „Migrationsverbot“ gesetzlich zu regeln sei.

Im Dezember des Vorjahres erklärte der Europäische Gerichtshof Teile der ungarischen Asylgesetzgebung für rechtswidrig. Das hält Orbán, der sich als unbedingter Interessenwahrer seines Landes versteht, aber nicht davon ab, sich weiterer Zuwanderung trotzdem engagiert entgegenzustellen. (mü)

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