Winter des Mißvergnügens droht: Habeck stellt Gas-Drosselungen in Aussicht

Winter des Mißvergnügens droht: Habeck stellt Gas-Drosselungen in Aussicht

Berlin. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ist in jüngster Zeit immer wieder für Katastrophenmeldungen gut. Jetzt warnt er vor Zwangsdrosselungen von Gas bei einer Mangellage im kommenden Winter. Über den Winter drohe „mittelfristig“ ein Szenario, „daß tatsächlich Reduktionen gesetzlich verordnet werden müssen“, sagte Habeck vor einem Treffen mit den Energieministern der EU-Länder in Luxemburg.

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Und weil eine Katastrophennachricht noch nicht ausreicht, fügte Habeck gleich noch eine weitere hinzu: eine solche Reduktion würde in Europa und Deutschland seiner Einschätzung nach „zu einer schweren Wirtschaftskrise“ führen.

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Wer von den Gas-Drosselungen betroffen sein könnte, sagte der Minister nicht. Dies sei „völlig“ abhängig von der jeweiligen Situation und davon, wie kalt der Winter werde, wo es „regionale Versorgungsengpässe“ gebe und von der Frage: „Welche Industrien hängen in welchen Lieferketten“? Habeck betonte, daß „solidarisches“ und „sehr schnelles Handeln“ nötig sei, um ein solches Szenario zu vermeiden.

Damit es nicht dazu komme, könnten der schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung von Energieeffizienz „maßgebliche Bestandteile sein“, suggerierte Habeck.

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Gleichzeitig erhofft sich die Bundesregierung im Krisenfall Hilfe von Nachbarländern wie der Tschechischen Republik, Österreich, Polen und Frankreich. „Wir würden überhaupt nicht vorankommen, wenn wir in dieser Situation nicht auf Frankreich, auf Belgien, auf die Niederlande, auch auf Norwegen zurückgreifen könnten, die uns ja unterstützen“, sagte Habeck. Beobachter halten das allerdings für Wunschdenken, weil von den sich abzeichnenden Gas-Engpässen nicht nur Deutschland betroffen sein wird. (se)

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