Willy Wimmer zur Weißrußland-Krise: In Minsk soll Moskau getroffen werden
Berlin. Der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete und frühere Verteidigungs-Staatssekretär Willy Wimmer sieht in den aktuellen Vorgängen um Weißrußland einen weiteren Versuch des Westens, Rußland aus Europa hinauszudrängen und den westlichen Einflußbereich nach Osten auszudehnen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
In einem Gastbeitrag für das russische Nachrichtenportal „Sputniknews“ registriert Wimmer, daß sich auch bundesdeutsche Außenpolitiker unverhohlen „darüber aus, mit welchem politischen Werkzeugkasten sie sich daran machen werden, die letzte Lücke im NATO-Limes gegen Rußland“ dichtzumachen.
Wimmer hebt auch die zeitliche Nähe zwischen der jüngsten Mitteleuropa-Tour von US-Außenminister Pompeo und den aktuellen Unruhen in Minsk hervor. Letztlich gehe es um ein weiteres strategisches Manöver gegen Rußland: „Über Minsk soll Moskau getroffen und an die US-amerikanische Leine gelegt werden. Das US-amerikanische Vorgehen gegen ‚Nord-Stream 2‘ ist ein Musterbeispiel für die ‚Politik der begrenzten Souveränität‘ westeuropäischer Staaten“.
Besonders auffällig: während US-Präsident Trump um eine Verbesserung der Beziehungen zu Moskau interessiert sei, werden diese Bemühungen durch seinen Außenminister demonstrativ konterkariert: „Derweil schafft Außenminister Pompeo jene Fakten im Nahen Osten und in Europa, die darauf abzielen, Rußland aus Europa hinauszudrängen und als weltpolitischen Akteur bedeutungslos werden zu lassen.“ (mü)
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