Wieder ein Gender-Urteil: Memminger Fischertag muß auch Frauen mitfischen lassen
Memmingen. Gleichberechtigungs-Lobbyisten ist es erneut gelungen, unter dem Deckmäntelchen der Geschlechtergleichheit eine bewährte Tradition zu kippen. Diesmal ist das Opfer das traditionsreiche „Ausfischen“ der Stadt Memmingen. Es war jahrhundertelang eine männliche Domäne. Künftig müssen auch Frauen mitfischen dürfen, entschied jetzt das Memminger Amtsgericht. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Die Ehre, Forellen zu fangen, womöglich gar zum „Fischerkönig“ gekrönt zu werden, wurde bisher nur Männern zuteil. So sei eben die Tradition, argumentiert der Memminger Fischertagsverein. Christiane Renz, ebenfalls Mitglied im Verein, hält dagegen, daß diese Praxis mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung nicht vereinbar sei. Deshalb hatte sie im Juni 2019 Klage eingereicht.
Das Amtsgericht Memmingen gab ihr nun recht. Bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung sei eine männliche Tradition kein zulässiger Grund für „Diskriminierung“, befand es.
Natürlich gibt es Beifall vonseiten der üblichen Gender-Lobbyisten. Sarah Lincoln von der „Gesellschaft für Freiheitsrechte“, die Renz unterstützt hat, hält das Urteil für wegweisend: „Jetzt ist klar: Auch Geselligkeitsvereine dürfen nicht mehr nach Lust und Laune diskriminieren.“
Der Fischertagsverein zeigte sich „verwundert“ über das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist. Nun soll entschieden werden, ob Berufung eingelegt wird. (rk)
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