Wieder Corona-Proteste in Berlin: 100 Festnahmen, Platzverweise und ruppige Polizei

Berlin. Trotz Verboten haben Kritiker der Corona-Maßnahmen am Samstag erneut in Berlin demonstriert. Die Polizei nahm mehrere Dutzend Demonstranten fest, darunter auch den Rechtsanwalt Ralf Ludwig. Über 50 Personen erteilte sie nach Feststellung der Personalien Platzverweise. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Das Regierungsviertel wurde weiträumig abgesperrt. Polizeihubschrauber waren im Einsatz. Die Polizei hatte sich trotz der Demonstrationsverbote für Regierungskritiker auf größere Einsätze eingestellt. Rund 2.000 Polizisten standen am Samstag bereit – darunter auch Verstärkung aus Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bayern und Sachsen.

Am späten Nachmittag versuchte eine Gruppe von Demonstranten, über die Lessingbrücke ins Regierungsviertel zu gelangen. Die Polizei verhinderte durch Brückensperrung und den Einsatz von Zwangsmitteln ein Überqueren der Brücke. Es sei von den Demonstranten „erhebliche Gegenwehr“ gegen die Staatsgewalt geleistet worden, so eine Mitteilung der Polizei Berlin auf Twitter.

Am Abend teilte die Polizei dann in einer weiteren Twitter-Meldung mit, daß sie über 100 Personen „mindestens kurzzeitig die Freiheit beschränken“ mußte und mehrere Dutzend Anzeigen geschrieben habe. (rk)

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