Wer zuletzt lacht: Orbán feixt über Kaili-Korruptionsskandal
Brüssel. Seit Jahren wirft die EU der ungarischen Orbán-Regierung Korruption und Günstlingswirtschaft vor. Aber: einen ungleich größeren Skandal hat nun die EU mit dem kürzlich aufgeflogenen Fall um die sozialistische Vize-Parlamentspräsidentin Eva Kaili geliefert – bei den Razzien in den letzten Tagen wurde taschenweise Bargeld sichergestellt, nachdem sich der Verdacht erhärtet hatte, daß Kaili erhebliche Bestechungssummen aus Qatar angenommen hatte.
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Der ungarische Präsident Orbán hat angesichts dieser Entwicklung Oberwasser. Auf Twitter machte er aus seiner Genugtuung kein Hehl. Er postete das bekannte Bild einer lachenden Männerrunde, unter anderem mit dem früheren US-Präsidenten Ronald Reagan und Vizepräsident George Bush, dazu der Text: „Und dann sagten sie, das Europaparlament sei ernsthaft besorgt über die Korruption in Ungarn. Guten Morgen ans Europaparlament.“
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Der Brüsseler Skandal zieht unterdessen immer weitere Kreise. Nach sechs Verhaftungen am Freitag sind vier Betroffene in U-Haft. Am Sonntag und Montag kam es in Italien und Brüssel zu weiteren Razzien, inzwischen insgesamt 19. Eva Kaili und ihrem Netzwerk werden „bandenmäßige Korruption und Geldwäsche“ vorgeworfen. Kommentatoren sprechen mittlerweile weltweit von „Qatargate“, der Imageschaden für das Europaparlament ist immens. (mü)
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