Wenn Verwahrlosung zur „Aufwertung“ wird: Leipzig hat kein Geld mehr für seine Rosenbeete
Leipzig. Der Niedergang Deutschlands läßt sich an vielen kleinen Details ablesen, die zusammen ein desaströses Bild ergeben: pünktliche Züge sind bei der Bahn die große Ausnahme, Schienennetz und Autobahnen werden immer maroder – und in Leipzig fehlt es mittlerweile sogar am Geld zur Pflege der öffentlichen Grünanlagen.
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Einem Bericht des MDR zufolge kann sich die Messestadt jetzt nicht einmal mehr ihre öffentlichen Roosenbeete leisten und läßt ehedem gepflanzte Rosenstöcke einfach verdorren. Nachgepflanzt werden pflegeleichte Wildblumen.
Tatsächlich sind Rosenstöcke „zu kostspielig“ in der Anschaffung und „zu anspruchsvoll“ in der Pflege, ist aus der Stadtverwaltung zu hören. Deshalb beschloß das Leipziger Grünflächenamt, die noch zu DDR-Zeiten angelegten Rosenbeete zu einem „ökologischen Naturblumenbeet“ umzufunktionieren. Der Öffentlichkeit wird die optische Verwahrlosung als „Aufwertung“ verkauft.
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In einer schriftlichen Antwort auf Medienanfragen teilte die Stadtverwaltung mit: „Die Aufwertung der Rosenbeete sollte mit sehr kleinem Budget erfolgen und gleichzeitig einen besonderen ökologischen Wert mit sich bringen.“
Inzwischen sickerte durch, daß die kostensparende Verwahrlosung auch auf andere Leipziger Grünflächen ausgedehnt werden soll – als nächstes soll es die Blumenbeete auch im Stadtteil Schönefeld treffen. (tw)
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