Wenn die „Pandemie“ zurückkommt: Der Eventbranche droht das Aus

Wenn die „Pandemie“ zurückkommt: Der Eventbranche droht das Aus

Berlin. Nicht nur die Öffentlichkeit sieht sich durch die kürzlich von Lauterbach und Co. verkündete Rückkehr der Corona-Schikanen im Herbst betrogen. Auch für zahlreiche Wirtschaftsbranchen wären die Corona-Pläne der Bundesregierung verheerend.

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Dem sechstgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands, der Eventbranche, drohen Umsatzeinbußen von 65 Prozent, wenn ab Oktober wieder Test- und Maskenzwang ihren Einzug halten und selbst dreifach Geimpfte plötzlich wieder als „ungeimpft“ gelten.

1,5 Millionen Menschen arbeiteten vor Corona in der Eventbranche, der Umsatz betrug 130 Milliarden Euro jährlich. Dann fristete die Sparte während der „Pandemie“ monatelang ein Nischendasein. Inzwischen ist sie dabei, sich zu erholen – doch mit den neuen Corona-Bestimmungen droht ihr ein Desaster mit Ansage.

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Beim Berliner Unternehmen TSE spürt man bereits jetzt massive Verunsicherung. „Schon jetzt, kurz nach Bekanntwerden der Bestimmungen, droht unser Umsatz um 65 Prozent einzubrechen“, sagt Geschäftsführer Fery. Denn das überarbeitete Gesetz gibt den Bundesländern großen Handlungsspielraum. Die Berliner Senatsverwaltung etwa könne jederzeit nach eigenem Ermessen weniger Menschen bei Veranstaltungen zulassen. „Darauf lassen sich unsere Kunden nicht mehr ein.“ Der Vorlauf für Großveranstaltungen betrage drei bis vier Monate, teilweise sogar ein Jahr. Fery: „Es hagelt Stornierungen.“

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Mit der Zuschauerkapazität sinken die Einnahmen, die Ausgaben bleiben dagegen unverändert, zum Beispiel für Personal. Das ist nach zwei Jahren Corona ohnehin nur schwer zu bekommen. Viele Beschäftigte sind in andere Berufe abgewandert. Mangelndes Angebot und wachsende Nachfrage lassen die Löhne steigen.

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Nun lasse die Unsicherheit die Branche eine erneute Krise befürchten, sagt der Berliner Unternehmer. „Wir brauchen bundesweit einheitliche und verläßliche Regelungen, die sich an den europäischen Nachbarn orientieren.“ Doch daraus dürfte nichts werden. Lauterbach und Co. halten verbissen am deutschen Sonderweg fest. (rk)

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