Wenn Biden Präsident wird: USA wollen wieder Weltpolizist spielen

Washington. Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat für den Fall seiner Amtsübernahme eine Abkehr vom Kurs des amtierenden Präsidenten Trump angekündigt – und die Weichen in Richtung neuer internationaler Konflikte gestellt. Bei der Vorstellung seiner außen- und sicherheitspolitischen Regierungsmannschaft meldete Biden den globalen Führungsanspruch der USA an. Sein Land sei „bereit, die Welt anzuführen und sich nicht von ihr zurückzuziehen“, erklärte Biden. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Nach seinem Amtsantritt würden die Vereinigten Staaten „wieder am Kopfende des Verhandlungstischs sitzen – bereit, auf Konfrontation mit unseren Gegnern zu gehen, anstatt unsere Verbündeten abzuwehren“.

Amtsinhaber Donald Trump hatte es in den zurückliegenden vier Jahren seiner Präsidentschaft eher umgekehrt gehalten: seine Außenpolitik hatte tendenziell eher auf einen Rückzug der USA von den Konfliktschauplätzen der Welt abgezielt. Dabei hatte Trump – wie etwa im Fall des Teil-Truppenabzugs aus Deutschland – unter dem Motto „America first“ auch Konflikte mit den Verbündeten in Kauf genommen. (mü)

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