Wenig originell: NRW-Ministerpräsident denunziert AfD als „Nazi-Partei“
Düsseldorf. Bei den jüngsten Landtagswahlen in Bayern und Hessen konnte die AfD auch in zwei westlichen Bundesländern markante Erfolge verzeichnen und ist nun zweitstärkste politische Kraft. Beobachter verweisen seither darauf, daß die „Nazikeule“ offenbar bei vielen Menschen nicht mehr verfängt – viele Wähler lassen sich durch die permanente Stigmatisierung der AfD nicht mehr beeinflussen.
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Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kann es gleichwohl nicht lassen. Er zeigte sich von den Zugewinnen der AfD am Sonntag „erschüttert“ und nannte die Partei eine „Nazi-Partei“, die man nicht wählen dürfe.
Wüst machte seinen Vorwurf am thüringischen Partei- und Fraktionschef Björn Höcke fest: „Den darf man einen Faschisten nennen, den darf man einen Nazi nennen“, und: „Wenn die prägende Figur einer Partei Nazi ist, dann ist das eine Nazi-Partei.“ Als Begründung führte der CDU-Mann an, daß Höcke im Sommer-Interview des MDR massive Kritik an der sogenannten Inklusion im Schulunterricht geäußert hatte. „Wie der da eiskalt daherredet, über das Aussortieren von behinderten Menschen, da läuft es einem kalt den Rücken runter“, echauffiert sich Wüst.
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Weitere AfD-Zugewinne dürften solche Absonderungen allerdings kaum verhindern – das Versagen der etablierten Parteien provoziert sie vielmehr förmlich herbei. So verwundert es nicht, daß die AfD in der aktuellen "Sonntagsfrage" von infratest dimap auf den Rekordwert von 23 Prozent klettert. (se)
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