Weiße unerwünscht: Orchester in Buffalo sucht farbigen Dirigenten

Buffalo/New York. Erst dieser Tage sorgte der Fall eines englischen Opern-Ensembles für Schlagzeilen: dort wurde kürzlich der Hälfte der (weißen) Musiker gekündigt und an ihrer statt farbige Musiker neu eingestellt. Begründung: das Ensemble sei zu wenig „divers“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Das Argument, hier werde mit nacktem Rassismus gegen Weiße vorgegangen, ist zwar richtig, findet aber – anders als im umgekehrten Fall – nirgends Gehör. Weiße sind in Zeiten grassierender political correctness auf dem besten Weg, diskriminierte Minderheit in der eigenen Heimat zu werden.

Es geht aber noch drastischer. Auch unter den Dirigenten der klassischen Orchester sind aus naheliegenden Gründen bislang Weiße vorherrschend. Auch das soll sich im Zeichen der „Diversität“ ändern.

Ein besonders krasses Beispiel lieferte jetzt das Buffalo Philharmonic Orchestra (BPO). Dort wurde vor kurzem die Stelle eines „Conductor Diversity Fellow“ ausgeschrieben, die vergleichbar ist mit der eines Assistenzdirigenten in vergleichbaren Orchestern. Nur in einem markanten Detail unterscheidet sich die Stellenanzeige von Buffalo von ähnlichen Ausschreibungen: in der Anzeige wird ausdrücklich um Bewerbungen von Personen gebeten, „die sich als Mitglieder von Gruppen identifizieren, die in amerikanischen Orchestern historisch unterrepräsentiert sind, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Afroamerikaner, Hispanoamerikaner, amerikanische Indianer, Alaska Natives, Native Hawaiians oder Pacific Islanders“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Ob sich auf diesem Weg ein verborgener Karajan aus der Karibik finden läßt, bleibt abzuwarten. (mü)

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