Wegen Messergewalt: Polizisten schreiben Brandbrief an den Kanzler – keine Reaktion

Wegen Messergewalt: Polizisten schreiben Brandbrief an den Kanzler – keine Reaktion

Berlin. Die ausufernde Messergewalt ist längst ein massives Problem für die öffentliche Sicherheit. Wie jetzt bekannt wurde, wandte sich der Bund der Deutschen Kriminalbeamten (BDK) bereits im Juni deshalb in einem Brandbrief an Kanzler Scholz (SPD) – erhielt aber nicht einmal eine Antwort.

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Der BDK schrieb demnach an Scholz: „Insgesamt wurden in 8951 Fällen Messer im Zusammenhang mit einer gefährlichen und schweren Körperverletzung und in 4893 Fällen bei Raubdelikten eingesetzt.“ Vom Jahr 2021 auf 2022 (+19,8 %) sowie vom Jahr 2022 auf 2023 (+8,6 %) seien „deutliche Steigerungen der Fallzahlen bei der Gewaltkriminalität“ registriert worden. Aus „kriminalpolizeilicher Sicht“ sei das Messer wegen „seiner Verfügbarkeit, Mitführmöglichkeit, Handhabung“ und Effizienz dabei „von besonderer Bedeutung“.

Die Polizistenvereinigung erinnert Scholz in ihrem Schreiben daran, daß dieser selbst in einer Regierungserklärung unterstrichen hatte, daß von Waffen- und Messerverbotszonen „noch mehr Gebrauch“ gemacht werden müsse. Doch „leider wurden die bislang eingerichteten Waffenverbotszonen nach unserem Kenntnisstand nicht flächendeckend und hinreichend“ evaluiert, stellten die Beamten fest. Sie schlossen mit der klaren Bitte, „dringend“ ein „generelles Trageverbot von Messern im öffentlichen Raum zu prüfen“ und „die aktuellen gesetzlichen Regelungen des Waffengesetzes zu evaluieren“.

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Rund zwei Monate später hat sich bei BDK-Chef Dirk Peglow Ernüchterung eingestellt. Denn: „Leider haben wir bis zum heutigen Tage noch keine Rücksendung zu unserem Schreiben erhalten“, teilte der Verband kürzlich mit. (rk)

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