Wegen katastrophaler PISA-Ergebnisse: PISA-Erfinder will Gymnasien abschaffen

Wegen katastrophaler PISA-Ergebnisse: PISA-Erfinder will Gymnasien abschaffen

Hamburg. Die sogenannten PISA-Studien geraten ein ums andere Mal zum Offenbarungseid für die deutsche Bildungspolitik. Erst vor wenigen Wochen bestätigte die jüngste Studie erneut, daß deutsche Schüler – dank der massiven Ausländeranteile in deutschen Schulklassen – nur noch im Mittelfeld mitspielen.

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Ausgerechnet der Erfinder der PISA-Studien, der Waldorf-Pädagoge Andreas Schleicher, ist jetzt auf die rettende Idee verfallen. Damit sich künftig niemand mehr den Kopf wegen der ernüchternden Befunde zerbrechen muß, schlägt er kurzerhand die Abschaffung des mehrstufigen Schulsystems in Deutschland vor.

„Der Glaube, daß nicht alle Schüler gut sein können, der ist im Bildungssystem in Deutschland so tief verankert“, wird Schleicher von der Nachrichtenagentur dts zitiert, und: „Das gegliederte Schulsystem ist bildhafter Ausdruck davon. Wir sollten das abschaffen.“ Überhaupt verstärke das deutsche Schulsystem soziale Unterschiede.

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Schleicher bestätigt mit seinem Vorschlag alle Vorurteile gegenüber der Waldorf-Pädagogik: diese befähigt Kinder und Heranwachsende zwar, ihren Namen zu tanzen, aber die Leistungen in „herkömmlichen“ Schulfächern sind eher durchwachsen. Daß sich bessere Leistungen am besten durch ein leistungsorientiertes Schulwesen erzielen lassen, erschließt sich Pädagogen seines Zuschnitts hingegen nicht. Dafür erhielt Schleicher schon 2003 den Theodor-Heuss-Preis „für beispielhaftes demokratisches Engagement“. (rk)

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