Wegen Genderwahn: Sprachschützer-Chef tritt aus der Katholischen Kirche aus

Wegen Genderwahn: Sprachschützer-Chef tritt aus der Katholischen Kirche aus

Berlin. Der Genderwahn macht längst auch vor den Kirchen nicht mehr halt. Dem Vorsitzenden des Vereins Deutsche Sprache (VDS), dem Ökonomen Walter Krämer, reicht es jetzt, und er trat deshalb aus der Katholischen Kirche aus. „Für mich war die katholische Kirche immer ein Fels in der Brandung des modernen turbulenten Zeitgeschehens, umso größer ist meine Enttäuschung, ja mein Entsetzen über das würdelose Anbiedern an den schwankenden Zeitgeist, das sich in der von Ihnen zu verantwortenden Bistumsbroschüre über geschlechtersensible Sprache äußert“, ließ Krämer jetzt den Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer wissen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Die Kirche entferne sich durch die Nutzung des Gendersprechs von den Gläubigen. Als Beispiel nannte Krämer unter anderem das Zentralkomitee der Katholiken, das sich seit April als „Lai*innen-Organisation“ bezeichne, sowie die Katholische junge Gemeinde, die Überlegungen angestellt hatte, „Gott“ mit Genderstern zu schreiben. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

„Statt für die Gläubigen da zu sein und ihre Sprache zu sprechen, folgt die katholische Kirche lieber einer Strömung, die einen Keil in zwischenmenschliche Beziehungen treibt“, kritisiert der Sprachschützer in seinem Schreiben. Bereits im Juli hatte er die Gendersprache in der katholischen Kirche öffentlich kritisiert. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Krämer hatte nach eigenen Angaben zunächst angefragt, ob es möglich sei, die Kirchensteuer in einem anderen Bistum, das nicht gendert, zahlen zu dürfen. Dies wurde vom Verband der Diözesen mit Hinweis auf seinen Wohnsitz, der für die Zuordnung des Bistums ausschlaggebend ist, verweigert. Daher habe er sich dafür entschieden, die Kirche nicht mehr mit seiner Steuer zu unterstützen. Der katholischen Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen wolle Krämer aber weiter mit Herz und Verstand verbunden bleiben. (rk)

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