Wegen ausufernder Messergewalt: Faeser jetzt auch für Waffenverbotszonen

Wegen ausufernder Messergewalt: Faeser jetzt auch für Waffenverbotszonen

Berlin. Mangels besserer Ideen (z.B. einer rigorosen Ausländerpolitik) spricht sich jetzt auch Bundesinnenministerin Faeser (SPD) für ein entschlosseneres Vorgehen gegen Messergewalt aus. „Wir sollten (…) über Messerverbote in öffentlichen Verkehrsmitteln – in Bus und Bahn – nachdenken“, sagte Faeser den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Denn: „Wer mit dem Flugzeug reist, darf ja auch kein Messer mitnehmen.“

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Ein wirksames Mittel könnten auch „Waffenverbotszonen an bestimmten Orten“ sein, dann seien viel strengere Kontrollen möglich. „Wichtig sind mehr Sicherheitskräfte, gerade im Nahverkehr, und mehr Polizei auf bestimmten Plätzen“, sagte sie und appellierte an die Länder, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

Für „Waffenverbotszonen“ hatte sich erst unlängst auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) starkgemacht.

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Forderungen nach einer Herabsetzung der Strafmündigkeit wies die Bundesinnenministerin aber zurück. „Kriminologen und Psychologen haben (…) aus gutem Grund empfohlen, die Strafmündigkeit bei 14 Jahren zu belassen“, sagte sie. „Für Jüngere gilt das Jugendhilferecht, das Maßnahmen bis zur geschlossenen Unterbringung ermöglicht.“

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Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre, die unter Tatverdacht geraten sind, im vergangenen Jahr um 39 Prozent gestiegen. Die Zahl der Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren unter Tatverdacht befindet sich aktuell auf einem Höchststand. Eine der beiden 12- und 13jährigen Täterinnen, die im März die 12jährige Luise in Freudenberg (NRW) mit zahlreichen Messerstichen ermordeten, hatte sich vor der kaltblütig geplanten Tat eigens über das deutsche Jugendstrafrecht informiert. (st)

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