Wegen angeblicher Billigung des russischen „Angriffskrieges“: Russische Aktivistin in Köln verurteilt
Köln. Politische Justiz in Deutschland: am Kölner Amtsgericht wurde jetzt die russische Friedensaktivistin Elena Kolbasnikowa wegen angeblicher Billigung des russischen „Angriffskrieges“ in der Ukraine zu einer Geldstrafe verurteilt.
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Dies steht seit 2022 in Deutschland unter Strafe, ebenso das Leugnen von „Kriegsverbrechen“. Die russische Aktivistin soll sich strafbar gemacht haben, weil sie während einer Autokorso-Demonstration am 8. Mai 2022 erklärt hatte: „Rußland ist kein Aggressor. Rußland hilft zur Zeit, Krieg in der Ukraine zu beenden.“
Die Vorsitzende Richterin berief sich bei ihrer Urteilsbegründung auf das offizielle westliche Narrativ, wonach die Verantwortung für den Ausbruch des Krieges ausschließlich bei Rußland liege. Sie bezog sich auf Angaben der OSZE, wonach Rußland bereits seit 2014 „Greueltaten“ an Ukrainern begehe. Auch die Vereinten Nationen hätten in März 2022 in einer Resolution festgestellt, daß Rußland einen „Angriffskrieg“ gegen die Ukraine führe.
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Kolbasnikowas Aussage sei auch nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt. Ihre Straftat sei vielmehr geeignet gewesen, den öffentlichen Frieden zu stören. Die Richterin verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 900 Euro. Kolbasnikowa und ihr Anwalt, der Leverkusener Ratsherr Markus Beisicht, erklärten, Revision gegen das Urteil einlegen zu wollen.
Schon vor Monaten hatte sich das russische Außenministerium mit der Kölner Aktivistin solidarisch erklärt. Durch Prozesse wie gegen Kolbasnikowa wolle man „Vertreterinnen und Vertreter der russischsprachigen Diaspora in Deutschland einschüchtern, die sich offen gegen die in Deutschland anhaltende Dämonisierung ihrer kulturellen und historischen Heimat Rußland aussprechen“, erklärte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa im März.
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Im Vorfeld des Kölner Prozesses hatte die linke Szene massiv gegen Kolbasnikowa gehetzt und unter anderem ihre Adressdaten im Internet veröffentlicht. Sie wurde als „Putin-Propagandistin“ und „Nazi-Netzwerkerin“ denunziert. Auch vor dem Amtsgericht in Köln wurde Kolbasnikowa erneut verbal bedroht. Demonstranten riefen, man solle sie töten. (rk)
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