Was unternimmt Habeck? Die Insolvenzwelle nimmt Fahrt auf

Was unternimmt Habeck? Die Insolvenzwelle nimmt Fahrt auf

Berlin. Vor Jahresfrist wollte Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) mit einem legendär gewordenen Spruch ausschließen, daß die deutsche Unternehmenslandschaft von einer Insolvenzwelle heimgesucht werden könnte. Bestimmte Branchen und Firmen würden erst einmal einfach aufhören zu produzieren, wie etwa die Bäckereien – aber es müsse nicht automatisch „eine klassische Insolvenzwelle geben“, wenn diese Firmen über Monate nichts verkauften, sagte Habeck bei „Maischberger“ im September 2022.

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Aber: seither geht die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen nur noch nach oben. Erst kürzlich meldete das Statistische Bundesamt einen Anstieg im September um 19,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Juli dieses Jahres gab es mit 1586 Anträgen sogar 37,4 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als im Juli 2022, vermeldete der Finanzanalyst Diego Faßnacht auf X. Im ersten Halbjahr 2023 ist die Anzahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 um stattliche 20,5 Prozent gestiegen.

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Aber: noch immer will das Habeck-Ministerium noch nichts von einer Insolvenzwelle wissen. Und das, obwohl die konjunkturellen Rahmenbedingungen alles andere als rosig sind. Inzwischen stagniert das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal in Folge. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht mittlerweile von einem Minus von 0,5 Prozent aus.

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