Was die westlichen Sanktionen bewirkt haben: Rußland und China wachsen zusammen
Peking/Moskau. Ein ums andere Mal belegen Statistiken, daß die westlichen Rußland-Sanktionen politisch, aber ebenso ökonomisch ein Schuß ins eigene Knie waren. Geschadet haben sie vor allem dem Westen selbst, während sich Rußland verstärkt nach Asien neu orientiert hat. Im Juni ist der Handel zwischen China und Rußland auf den höchsten Stand seit Beginn des Ukrainekrieges gestiegen.
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Beide Länder tauschten Waren im Wert von 20,83 Milliarden Dollar (18,90 Milliarden Euro) aus. Das geht aus den am Donnerstag veröffentlichten Daten des chinesischen Zolls hervor. Die Importe der Volksrepublik wuchsen demnach um 15,7 Prozent auf 11,28 Milliarden Dollar und damit schneller als im Mai mit rund zehn Prozent.
China kauft russisches Öl, Kohle und einige Metalle mit Preisnachlässen. Aber auch die Ausfuhren nach Rußland stiegen um 90,9 Prozent auf insgesamt 9,55 Milliarden Dollar, nachdem es im Mai sogar ein Plus von 114 Prozent gegeben hatte.
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Aus der Statistik der Pekinger Zollbehörde geht nicht hervor, welche Waren besonders stark nachgefragt wurden. Nach Angaben der Analyseagentur Autostat sind inzwischen aber allein sechs der zehn größten Anbieter auf dem russischen Automarkt chinesische Unternehmen wie Haval, Chery und Geely. Sie füllen das Vakuum, das westliche Firmen mit ihrem sanktionsbedingten Rückzug hinterlassen haben.
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Chinas Präsident Xi Jinping sagte erst am Montag zu, die Zusammenarbeit mit Rußland fortzusetzen und zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft auszubauen. (mü)
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