„Wall Street Journal“: Deutsche Migrationspolitik orientiert sich nicht an deutschen Interessen
New York. Schon 2019 attestierte das renommierte „Wall Street Journal“ Deutschland, die „dümmste Energiepolitik der Welt“ zu haben. Jetzt wartet das angesehene US-Blatt mit der nächsten Generalabrechnung auf: diesmal mit der Asylpolitik der EU. Aber auch bei diesem Thema bekommt Deutschland sein Fett ab.
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Zentrale These: die europäische Migrationspolitik schafft es trotz immens hoher Zuwandererzahlen nicht, den Fachkräftemangel zu beseitigen. Sie produziert vielmehr Sozialhilfe-Empfänger und kurble die Kriminalstatistik an. Die meisten Asylbewerber helfen dem Arbeitsmarkt kaum, urteilt das „Wall Street Journal“. Sie füllten hingegen „die Reihen der Sozialhilfeempfänger (...) oder die Kriminalstatistik“.
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Die Situation sei „paradox“, vor allem in Deutschland. Die Bundesrepublik habe „Jahre der Rekord-Einwanderung“ hinter sich, „jedes Jahr kam die Einwohnerzahl einer Großstadt ins Land“. Aktuell sei „jeder sechste Mensch in Deutschland im Ausland geboren“. Damit übertrifft Deutschland sogar ein traditionelles Einwanderungsland wie die USA, wo offiziell nur jeder siebte zugewandert ist.
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Gleichzeitig komme nur jeder zehnte Migrant zum Arbeiten ins Land – in Kanada zum Beispiel jeder dritte. Deutschland – und ebenso Österreich – ziehe die falschen Migranten für den Arbeitsmarkt an.
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Das ist in den USA besonders unverständlich. Daß sich die Migration nicht an den eigenen Bedürfnissen im Land orientiert, können die Amerikaner nicht nachvollziehen. „Die Arbeitslosigkeit bei Ausländern liegt bei etwa 12 Prozent, bei Deutschen unter 5 Prozent“ stellt das „Wall Street Journal“ fest. Anders in den USA: dort sei die Arbeitslosigkeit unter Migranten niedriger als unter Einheimischen.
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Das Hauptproblem sei, daß unter den Migranten kaum Menschen mit ausreichender Ausbildung oder Arbeitserfahrung seien, weshalb die meisten für den deutschen Arbeitsmarkt schlecht geeignet seien. Teils seien auch die zu hohen Anforderungen schuld, etwa wenn ausländische Abschlüsse nicht anerkannt werden. (mü)
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