Während die Bundesregierung schweigt: Moskau beantragt UN-Sondersitzung wegen Nord Stream-Sprengung
Moskau/New York. Während die Bundesregierung noch immer nicht Stellung zum Bericht des US-Investigativjournalisten Seymour Hersh nehmen will, der unlängst die Urheberschaft der USA an der Nord Stream-Sprengung im September 2022 enthüllte, will Rußland nicht untätig bleiben. Die russische Botschaft in den USA hat jetzt US-Vorwürfe zurückgewiesen, Rußland verbreite „Lügen“ über die US-Beteiligung an der Pipeline-Sprengung. Diese sei vielmehr als ein Akt des internationalen Terrorismus einzustufen.
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Die Botschaft reagierte damit auf eine Erklärung des Sprechers des US-Außenministeriums, Ned Price, daß es eine „reine Desinformation“, „nichts als eine Lüge“ vonseiten Rußlands sei, daß die Vereinigten Staaten hinter den Nord-Stream-Sprengungen steckten. Botschaftssprecher Girenko stellte klar: „Wir stufen den Vorfall als Akt des internationalen Terrorismus ein, der eine umfassende und unabhängige Untersuchung erfordert. Die USA, die behaupten, die Quelle der ‚ultimativen Wahrheit‘ zu sein, täten gut daran, von haltlosen Anschuldigungen gegen uns zum Handeln überzugehen. Zumindest zu versuchen, die eigene Nichtbeteiligung an der Zerstörung von Gaspipelines zu beweisen.“
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Die russische Seite werde nicht zulassen, daß das Thema der Sprengung dieser kritischen Energieinfrastruktur „stillgelegt“ werde, hieß es weiter. Vor allem angesichts der Tatsache, daß noch nichts über die offenbar auf dem Meeresboden verbliebenen Blindgänger bekannt sei.
Rußland hat außerdem für kommende Woche eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates einberufen, um eine internationale Untersuchung der Explosionen an den Erdgasleitungen zu beantragen. (mü)
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