„Vorzimmer eines Weltkonflikts“: Salvini warnt vor Waffeneinsatz auf russischem Boden
Rom. Trotz ihrer grundsätzlichen Amerikatreue wächst auch in der italienischen Rechtsregierung unter Ministerpräsidentin Meloni die Kritik am Eskalations- und Kriegskurs des Westens. Nun erklärte der italienische Vizepräsident Matteo Salvini, die westlichen Unterstützer der Ukraine könnten den Dritten Weltkrieg auslösen, wenn sie Kiew mit Waffen versorgten, mit denen Ziele auf russischem Boden angegriffen werden.
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Wörtlich sagte Salvini, der auch Minister für Infrastruktur und Verkehr sowie Chef der rechten Lega ist, in einem Gespräch mit der Zeitung „Il Sussidiario“, daß die „Entsendung von Waffen, um auch auf russischem Territorium zuzuschlagen und zu töten, eine Katastrophe wäre, das Vorzimmer eines dramatischen Weltkonflikts“. Er fügte jedoch hinzu, die Lega habe nichts dagegen, „humanitäre und militärische Hilfe zu leisten, um der Ukraine die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu verteidigen“.
Im Vorfeld der jüngsten Wahlen zum EU-Parlament hatte Salvini die Italiener bereits vor der Wahl linker Parteien gewarnt, da diese zusammen mit dem französischen Präsidenten Macron die Aussicht auf einen Dritten Weltkrieg gefährlich real machen würden. „Ich fordere nachdrücklich dazu auf, gegen den Krieg zu stimmen, um gefährliche Bombenleger wie Macron zu isolieren“, hatte Salvini erklärt.
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Ende Mai berief sich Verteidigungsminister Guido Crosetto auf die italienische Verfassung und betonte, daß die Waffen, die Italien an die Ukraine liefert, nur auf dem Territorium des Landes eingesetzt werden dürften. Außenminister Tajani schloß sich dieser Auffassung an und erklärte gegenüber Reportern: „Wir kämpfen nicht gegen Rußland. Wir verteidigen die Ukraine, das ist nicht dasselbe.“ (mü)
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