Vor der französischen Parlamentswahl: Le Pen und Zemmour wollen nicht fusionieren
Paris. Nach der Wahl ist vor der Wahl. In Frankreich, wo bei der kürzlichen Präsidentschaftswahl Marine Le Pen zum zweiten Mal eine Niederlage gegen Amtsinhaber Macron kassiert hat, gibt es im rechten Lager nun Überlegungen, sich zur bevorstehenden Parlamentswahl im Juni umzugruppieren.
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Allerdings lehnt es Marine Le Pens Rassemblement National (vormals Front National) bislang ab, den Aufruf des rechten Quereinsteigers Éric Zemmour für eine „Union der Rechten“ zu unterstützen. Hintergrund sind anhaltende Animositäten zwischen Le Pen und Zemmour. Letzterer erinnerte die unterlegene Rechts-Kandidatin unmittelbar nach der Wahl an die aufeinanderfolgenden Niederlagen ihrer Partei in den letzten Jahren.
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„Dies ist das achte Mal, daß der Name Le Pen eine Niederlage erleidet“, verkündete Zemmour. „Ich habe diese Niederlage seit Jahren kommen sehen“, sagte er in Anspielung auf frühere Präsidentschaftswahlen, bei denen Marine ebenso wie ihr Vater Jean-Marie Le Pen jeweils erfolglos kandidierten.
Gleichzeitig wiederholte Zemmour seinen Aufruf, das rechte Lager im Vorfeld der Parlamentswahlen im Juni zusammenzuführen. Zemmour, der für seine Partei „Reconquête“ (=„Rückeroberung“) angetreten war, hatte in der ersten Wahlrunde am 10. April 7,07 Prozent der Stimmen erhalten.
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Beim Rassemblement National stößt sein Angebot bislang auf Ablehnung. Beobachter sind sich aber darin einig, daß eine Einigung zwischen den beiden Rechtsparteien dazu führen könnte, daß beide Sitze im Parlament erhalten, auch wenn die Aussichten auf eine Mehrheit gering sind. (mü)
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