Von Finnland bis zum Schwarzen Meer: Auch Schweden will in die NATO
Stockholm/Brüssel. Auch an ihrer Nordflanke setzt die NATO jetzt voll auf Einkreisung. Nur einen Tag nach der Entscheidung Finnlands, dem westlichen Militärbündnis beitreten zu wollen, hat jetzt auch das Nachbarland Schweden die Signale auf NATO-Beitritt gestellt. Im Stockholmer Reichstag formierte sich am Montag eine deutliche Mehrheit dafür.
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Die sozialdemokratische Regierungschefin Magdalena Andersson will das Beitrittsgesuch umgehend stellen.
Die Reaktion auf Moskau ließ nicht lange auf sich warten. Ein NATO-Beitritt der beiden Länder werde die Sicherheit in Europa „weder stärken noch verbessern“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Moskau werde genau beobachten, welche Folgen ein Beitritt für Rußlands Sicherheit habe. Diese müsse „absolut bedingungslos gewährleistet werden“.
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Kremlchef Putin unterstrich erneut, sein Land werde auf die geplante Erweiterung der NATO um Schweden und Finnland reagieren. Die Ausweitung der NATO sei ein Problem, sagt Putin in Moskau. Dabei habe Rußland mit den beiden Ländern keine Probleme. Er werde aber auf den Ausbau der militärischen Infrastruktur dort reagieren. Zudem müsse Rußland im Blick haben, daß die NATO ihren globalen Einfluß ausbauen wolle.
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Zuvor hatte bereits Vize-Außenminister Rjabkow die Beitrittspläne als „weiteren schweren Fehler mit weitreichenden Folgen“ bezeichnet. Rußlands Reaktion werde „von den praktischen Konsequenzen des Beitritts“ der beiden Staaten zur NATO abhängen, sagte er laut russischen Nachrichtenagenturen. Schweden und Finnland sollten sich keine Illusionen darüber machen, daß Rußland ihre Entscheidung einfach hinnehmen werde. (mü)
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