Vier Wochen nach der Nordstream-Sprengung: Niemand weiß etwas

Vier Wochen nach der Nordstream-Sprengung: Niemand weiß etwas

Kopenhagen/Berlin. Rund vier Wochen nach dem verheerenden Sprengstoffanschlag auf die Nord Stream-Pipelines ist es still geworden um den spektakulären Anschlag. Die Bundesregierung weiß eigenem Bekunden nach überhaupt nichts, hat aber sicherheitshalber (auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag) mitgeteilt, daß sie auch nichts mitteilen würde, wenn sie etwas wüßte.

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Aber auch die Ermittler sind erstaunlich wortkarg und stehen nach Wochen offenbar mit leeren Händen da.

Gleich zum Start der Ermittlungen stritten sich die Ostsee-Anrainerstaaten darum, ob es eine gemeinsame Ermittlungs-Spezialeinheit geben sollte – bis Schweden absagte. Wenig später waren deutsche Kriminalisten bereit, den Ort der Sprengung südlich der Ostsee-Insel Bornholm in Augenschein zu nehmen. Allerdings mußten sie vor Ort feststellen, daß Spezialgerät fehlte, und unverrichteter Dinge abziehen.

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Die Ergebnisse der bisherigen Ermittlungen sind erstaunlich dürftig. Nur eine dänische Unterwasserdrohne war bislang offenbar am Tatort in 70 Metern Tiefe. Die dänische Zeitung „Expressen“ sponserte den Tauchgang und die Filmaufnahmen. Doch weitergehende Erkenntnisse gibt es nicht: keine Sonar-Aufnahmen von U-Booten direkt oder kurz vor den Explosionen – nichts.

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Beobachter gehen davon aus, daß die schleppenden Ermittlungen, die keine nennenswerten Ergebnisse zutage fördern, politisch gewollt sind – eindeutige Aussagen über die Urheber der Sprengungen könnten womöglich diplomatische Verwicklungen nach sich ziehen. (mü)

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