Verteilungskämpfe in Sicht: Dem Staat brechen die Steuern weg

Berlin. Allmählich wird es für die deutschen Kommunen eng – infolge der Corona-Krise brechen die Steuereinnahmen drastisch ein. Aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums geht hervor, daß die Steuereinnahmen des Staates im Juni um stattliche 19 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen sind. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Eher verharmlosend heißt es in dem Bericht: „Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund dieser Krise umgesetzten steuerlichen Maßnahmen belasten weiterhin das Steueraufkommen signifikant.“

Die Gemeinschaftsteuern, die Bund, Ländern und Kommunen gemeinschaftlich zustehen, gingen laut dem Monatsbericht sogar um 20,6 Prozent zurück. Zu den Gemeinschaftsteuern gehört zum Beispiel die Lohnsteuer. Die Bundessteuern sanken um 13,9 Prozent.

Die gesamten Einnahmen des Bundeshaushalts lagen im ersten Halbjahr 2020 laut Finanzministerium bei rund 149,3 Milliarden Euro – rund 12,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben um stattliche 16 Prozent auf 200,1 Milliarden Euro. Dem Bundesfinanzminister stehen spannende Zeiten und der Bundesrepublik härtere Verteilungskämpfe bevor. (se)

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