Versorgungsengpässe im Blick: Ungarn verbietet Getreideexporte
Budapest. So sieht eine vorausschauende Versorgung der eigenen Bevölkerung aus: wegen des Preisanstiegs bei Getreide hat die ungarische Regierung jetzt mit sofortiger Wirkung den Export von Getreide aus Ungarn verboten. Der ungarische Landwirtschaftsminister Nagy erklärte: „Alle Getreideexporte werden wegen des Preisanstiegs durch den russischen Krieg gegen die Ukraine von der Regierung noch heute untersagt.“
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Auch der ungarische Ministerpräsident Orbán äußerte sich zu den Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft steht. Auf einem Kongreß des ungarischen Verbands der Bauerngruppen und Genossenschaften sagte er, „das Allerwichtigste ist, daß sich Ungarn aus diesem Kriegskonflikt heraushält“. Es gehe darum zu verhindern, daß „die Ungarn den Preis des Krieges zahlen müssen“. Zu diesem Zweck kündigte er an, daß die ungarische Regierung die Zuschüsse zu den Agrarsubventionen deutlich erhöhen werde. Die Erhöhung solle dazu verwendet werden, die inländische Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte zu stärken.
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Ungarn ist mit dem Verbot, Getreide zu exportieren, eines der ersten Länder, das auf die sich abzeichnenden Konsequenzen der russischen Militäroperation und der Sanktionen für die Versorgungslage in Europa reagiert. Da gleichzeitig Getreideimporte aus Rußland wie aus der Ukraine nicht möglich sein werden, die Verfügbarkeit von Düngern abnimmt und die Energiekosten steigen, sind in Europa nicht nur Preissteigerungen, sondern auch Produktionsausfälle wahrscheinlich. (mü)
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