Verschrottung durch Kampfeinsatz: Berlin genehmigt Lieferung von 178 „Leopard 1“ an die Ukraine

Verschrottung durch Kampfeinsatz: Berlin genehmigt Lieferung von 178 „Leopard 1“ an die Ukraine
Wikimedia/Rainer Lippert/

Berlin/Kiew. Das sieht eher nach Verramschen als nach Aufrüstung aus: bei seinem ersten Besuch in Kiew hat der neue Bundesverteidigungsminister Pistorius (SPD der Ukraine jetzt die Lieferung von 178 älteren Kampfpanzern „Leopard 1-A5“ zugesagt. Das geht zwar weit über die bisher zugesagten 14 Stück des neueren „Leopard 2-A6“ hinaus. Aber der „Leo 1“ stammt bereits aus den sechziger Jahren. Seine Produktion wurde 1984 eingestellt.

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In Kiew sagte Pistorius, die Lieferung der „Leopard 1“ werde in Etappen erfolgen. Bis zum Sommer sollten 20 bis 25 Panzer geliefert werden, bis Ende des Jahres bis zu 80. Ziel sei, im Laufe des ersten oder zweiten Quartals  (!) auf mehr als 100 zu kommen. Dies bedeute, daß mindestens drei ukrainische Bataillone einschließlich des zu beschaffenden Materials für Ersatzteile und Munition ausgerüstet werden sollten. Zudem habe man mit der Ausbildung von 600 Feldwebeln begonnen.

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„Wie viele ‚Leopard 1-A5‘ Kampfpanzer tatsächlich an die Ukraine geliefert werden, hängt von den erforderlichen Instandsetzungsarbeiten ab”, heißt es in einer Erklärung des Bundeswirtschaftsministeriums.

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Der „Leopard 1“ ist der erste Kampfpanzer, der für die Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg in deutscher Eigenregie gebaut wurde. Er gilt unter Experten – trotz verschiedener Nachrüstungsmaßnahmen, die Hersteller Krauss Maffei Wegmann in den achtziger und neunziger Jahren anbot – inzwischen als veraltet. Bei der Bundeswehr wurde er 2003 außer Dienst gestellt. (mü)

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