Verleihung mit Fragezeichen: Merkel erhält höchsten deutschen Orden
Berlin. Der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird eine Ehre zuteil, die manche für unangemessen halten: sie erhält am 17. April aus der Hand von Bundespräsident Steinmeier den höchsten Orden der Bundesrepublik, das „Großkreuz in besonderer Ausfertigung“. Das eine Stufe darunter stehende Großkreuz besitzt sie bereits seit 2008.
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Merkel rückt damit im bundesdeutschen Olymp ganz nach oben: vor ihr haben nur die beiden anderen Langzeit-Bundeskanzler, Konrad Adenauer und Helmut Kohl, die Auszeichnung erhalten.
Selbst in einigen Mainstream-Medien wird die Verleihung kontrovers diskutiert, so etwa auf n-tv und im Magazin „Focus“, das den früheren Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU) mit der Feststellung zitiert, es sei „vielleicht noch zu früh“, um Merkels Leistung beurteilen zu können.
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Tatsächlich hat die Ex-Kanzlerin, die die Geschicke der Bundesrepublik von 2005 bis 2021 leitete, mit dem von ihr in die Wege geleiteten Atomausstieg und der Grenzöffnung 2015/16, die hunderttausenden „Flüchtlingen“ den Weg nach Deutschland ebnete, eine eher fragwürdige Bilanz hinterlassen. Auch an der Zerrüttung der deutsch-russischen Beziehungen hat sie durch ihr Eingeständnis im Dezember 2022 maßgeblichen Anteil, wonach das Minsker Abkommen von 2014 nur der Versuch gewesen sei, der Ukraine Zeit zu verschaffen, um sich zu bewaffnen und auf einen Krieg mit Rußland vorzubereiten. (rk)
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