US-Unterstaatssekretärin freut sich über Nord-Stream-Sprengung: „Ein Stück Metall auf dem Meeresgrund“
Berlin. Über vier Monate nach der Sprengung der russisch-deutschen Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee hat die Bundesregierung eigenem Bekunden zufolge noch immer keinerlei Informationen über Hintergründe und Urheber der Anschläge.
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Der Linke-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen ist das zu wenig. Sie erklärte jetzt: „Die Bundesregierung muß dringend ihren Willen zur Aufklärung über die Urheberschaft für diesen beispiellosen Angriff auf die deutsche Energiesouveränität unter Beweis stellen und vorantreiben sowie gegenüber Parlament und Öffentlichkeit Rechenschaft über den Stand der Ermittlungen ablegen. Das bisherige Zuwarten Berlins kommt einer Vereitelung der Strafverfolgung gleich.“
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Hintergrund ist eine Aussage von Victoria Nuland, Unterstaatssekretärin im US-Außenministerium. Nuland hatte vergangene Woche bei einer Anhörung im US-Kongreß gesagt: „Senator Cruz, genau wie Sie bin ich, und ich denke, auch die Regierung, sehr erfreut, zu wissen, daß Nord Stream 2 jetzt, wie Sie gerne sagen, ein Stück Metall auf dem Meeresgrund ist.“
Die Linke-Bundestagsabgeordnete Dagdelen kommentiert das mit den Worten: „Die offene Freude der US-Unterstaatssekretärin Nuland über die Terrorattacke ist entlarvend.“
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Bis zum heutigen Tag ist völlig unklar, wer die Pipeline-Anschläge am 26. September 2022 verübt hat. Dabei nahmen mehrere Länder inzwischen Untersuchungen am Tatort unweit der Ostseeinsel Bornholm vor. Anfragen der Opposition im Deutschen Bundestag ließ die Bundesregierung bisher unter Verweis auf nationale Sicherheitsinteressen stets unbeantwortet. Außer der Linksfraktion setzt sich im Bundestag nur die AfD für eine lückenlose Aufklärung der Nord-Stream-Sprengung ein. (rk)
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