US-Sender CBS: Nur ein Drittel der westlichen Waffenlieferungen erreicht die Front

US-Sender CBS: Nur ein Drittel der westlichen Waffenlieferungen erreicht die Front

New York. Praktisch seit Beginn des Krieges in der Ukraine liefert der Westen Unmengen von Waffen aller Kaliber an die Ukraine. Ihr Nutzwert auf dem Gefechtsfeld ist umstritten. Nicht mehr umstritten ist inzwischen, daß ein nicht unbedeutender Teil der Lieferungen die Front niemals erreicht, sondern auf einem gut organisierten Schwarzmarkt landet.

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Dem Thema widmete sich jetzt auch eine Dokumentation des US-Fernsehsenders CBS unter dem Titel „Arming Ukraine”. Darin wird untersucht, was mit dem Militärgerät geschehen ist, das der Ukraine bislang zur Verfügung gestellt wurde. Wörtlich heißt es in der Sendung: „Ein Land mit hochmodernen Waffen zu überschwemmen, kann schwerwiegende Folgen haben, selbst wenn es mit den besten Absichten geschieht.“

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Der Befund, zu dem die CBS-Reporter bei ihren Recherchen in der Ukraine gelangten, ist bestürzend: nicht einmal ein Drittel der an die Ukraine gelieferten Waffen erreichten ihren Bestimmungsort. „In den letzten zwei Monaten haben wir in Rekordgeschwindigkeit Waffen und Ausrüstung in die Ukraine gebracht. Drohnen, Granatwerfer, Maschinengewehre. Wir erleben einen unglaublichen historischen Strom von Waffen, die in die Ukraine gelangen. Haben wir eine Ahnung, wohin sie gehen? Wir wissen es nicht. Es gibt wirklich keine Informationen darüber, wohin sie überhaupt gehen. Das ganze Zeug geht über die Grenze, und dann passiert irgendetwas, 30 Prozent erreichen vielleicht ihren endgültigen Bestimmungsort“, heißt es wörtlich in der Sendung.

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In den USA zeigt „Arming Ukraine“ bereits Wirkung – die Kritik an den teuren Waffenlieferungen, die zudem die eigenen amerikanischen Arsenale leeren, wird lauter. Die Republikaner sind tendenziell ohnehin eher dagegen.

Auch in Europa bereiten die unkontrollierten Waffenströme den Sicherheitsbehörden längst Kopfzerbrechen. Im Darknet werben ukrainische Waffenhändler ungeniert damit, daß praktisch alles an jeden Ort der Welt geliefert werden kann, bis hin zu tragbaren Granatwerfern und Flugabwehrraketen. Auch die europäische Polizeibehörde Interpol warnte bereits vor Monaten. (mü)

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