US-Regisseur Oliver Stone: USA tragen Schuld am Ukraine-Konflikt
New York. Der US-Kult-Regisseur, Drehbuchautor und dreifache Oscar-Gewinner Oliver Stone hat jetzt in einem Interview der serbischen Zeitschrift „Politika“ mit harschen Worten mit der Regierung Biden abgerechnet. Anläßlich des diesjährigen RSIFF-Filmfestivals (International Red Sea Film Festival), das heuer im Saudi-arabischen Jeddah stattfindet, machte Stone vor allem die USA für die Eskalation im Ukraine-Konflikt verantwortlich.
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Sachlich richtig verweist er auf die Vorgeschichte des Konflikts und stellt die Frage, „was ist seit dem Jahr 2014 im Donbass passiert, und wie viele Menschen sind von dort weggegangen, weil die USA die ukrainische Armee massiv unterstützt haben? Seit dem Jahr 2014 war die Ukraine nicht mehr neutral, sondern wandte sich gegen Rußland, und das hat das Gleichgewicht gestört, deshalb kam es zum Konflikt.“
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Der Regierung in Washington wirft Stone in diesem Zusammenhang „Heuchelei“ vor und stellt fest, daß Amerika „alle Regeln bricht, wenn es das will“, andere Länder aber dafür verurteile. Dies werde letztlich zu keinem guten Ende führen: „Die Regierung ist dabei, rasch unterzugehen. Es war falsch von mir, diesen Mann zu wählen“, sagte der Regisseur, der für seine Filme „Geboren am 4. Juli“, „Platoon“ und „Midnight Express“ mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Präsident Biden habe sich als unfähige Führungsfigur erwiesen. Seine Politik gegenüber dem Kreml sei gefährlich.
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Stone hatte 2015 bis 2017 vier ausführliche Interviews mit Kremlchef Putin geführt, die international Beachtung fanden. Sie sind in deutscher Sprache auch in Buchform erhältlich. (mü)
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