US-Kolumnistin: „Der globale Süden unterstützt Rußland“

US-Kolumnistin: „Der globale Süden unterstützt Rußland“

El Cerrito/Kalifornien. Immer mehr Analytiker der internationalen Politik – auch solche aus dem Westen – gelangen zu der Einsicht, daß sich die Gewichte im globalen Mächtespiel signifikant verschieben: während der Westen an Einfluß verliert, legen neue Machtblöcke wie der russisch-chinesische an Gewicht zu.

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Auch die US-Kolumnistin Andrea Widburg stellt in einer aktuellen Kolumne im konservativen Online-Portal „America Thinker“ fest: „Es ist Zeit für die USA, die Sympathien des globalen Südens für Rußland zur Kenntnis zu nehmen.“ Viele Länder der südlichen Hemisphäre hätten sich unter dem Druck des Westens dazu entschlossen, sich lieber auf Moskau zu verlassen und die wirtschaftlichen Beziehungen zu intensivieren.

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Wörtlich schreibt Widburg: „Im Ukraine-Konflikt erhält die Ukraine die stärkste Unterstützung aus Europa, das seit langem Angst vor den Russen hat, und aus Amerika, das eine Vorliebe für Außenseiter hat und dessen Politiker sich mit ukrainischem Geld die Taschen vollstopfen können. Mit Ausnahme der anglo-amerikanischen Sphäre in Neuseeland und Australien unterstützt aber der größte Teil der südlichen Hemisphäre Rußland. Es ist also nicht nur China, das Putin unterstützt, es ist fast überall so in diesem Teil der Welt.“

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Man höre in der südlichen Hemisphäre auf Rußland, weil dort das Vertrauen in den Westen seit langem erschüttert ist und die Lebensrealität wenig mit den vom Westen propagierten „Werten“ zu tun hat: „Während der Westen von Gender, Blockaden und Klimawandel besessen ist, lebt die südliche Hemisphäre in der realen Welt, einer Welt hoher Energiepreise aufgrund von Armut, Hunger und Konflikten, und dem Wahnsinn des Klimawandels.“

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Gerade während der Corona-„Pandemie“ hätten Rußland, China und Indien die südlichen Länder mit Impfstoffen versorgt. Moskau habe dadurch im globalen Süden die Voraussetzungen dafür geschaffen, den Westen an den Rand zu drängen.

Fazit der Kolumnistin: „Die Weltwirtschaft wird nicht mehr von den Amerikanern dominiert. Der Westen herrscht über nichts, und der globale Süden hat andere Möglichkeiten. (...) Der ‚regelbasierten‘ internationalen Ordnung wird nicht vertraut, und sie befindet sich im Niedergang. Kurz gesagt, es ist eine Heuchelei, mit welcher der Westen, insbesondere Amerika, die Regeln für sich selbst im Handumdrehen ändert.“ (mü)

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