US-Initiative: Palästinenser sollen die „Freiheit“ haben, vertrieben zu werden

US-Initiative: Palästinenser sollen die „Freiheit“ haben, vertrieben zu werden

Washington/Tel Aviv. Der israelische Regierungschef Netanjahu hatte gute Gründe, den neuen US-Präsidenten Donald Trump letzte Woche bei seinem Besuch in Washington als „besten Freund“ zu bezeichnen, „den Israel je im Weißen Haus hatte“. Trump kündigte einen dreisten Aussiedlungsplan für den Gazastreifen an. Das Palästinenserterritorium solle möglichst unter US-Kontrolle gestellt und die Bevölkerung ausgesiedelt werden. Wie inzwischen bekannt ist, wurde der Plan, der fraglos völkerrechtswidrig ist, von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ausgearbeitet.

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Daß alles abgekartetes Spiel war und Israel nur auf das grüne Licht aus Washington wartete, macht wenige Tage später die israelische Armee deutlich: Verteidigungsminister Israel Katz hat – einem Bericht der „Times of Israel“ zufolge – nun die israelischen Streitkräfte offiziell angewiesen, einen Plan zur „freiwilligen“ Umsiedlung der Palästinenser auszuarbeiten. Auch Katz begrüßte Trumps „mutigen Plan“, der seiner Meinung nach vielen Bewohnern des Gazastreifens die Möglichkeit eröffnen würde (!), in andere Teile der Welt auszuwandern.

Katz nannte auch gleich konkrete Länder, die als Zielländer für die Palästinenser in Frage kämen: Spanien, Irland und Norwegen - Staaten, die laut Katz „falsche Anschuldigungen“ über Israels Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen erhoben hätten. Als weiteres mögliches Ziel nannte er Kanada. Die Bewohner von Gaza sollten die Freiheit haben (!), das Land zu verlassen, „wie es überall auf der Welt der Fall ist“. (mü)

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