US-Demokraten wollen Trumps Erbe beerdigen: „Vater“, „Mutter“, „Sohn“ werden abgeschafft

Washington. Die US-Demokraten treffen Vorkehrungen für einen Regierungswechsel und wollen demonstrativ zahlreiche gesetzgeberische Errungenschaften der Trump-Regierung der letzten vier Jahre demontieren. Jetzt hat die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, angekündigt, man wolle das Gremium zum „integrativsten“ in der Geschichte der USA machen – und man wolle deshalb „geschlechtsneutral“ werden. Pelosi kündigte in diesem Zusammenhang ein Regelpaket für den Kongreß an, der unter anderem einen Vorschlag zur künftigen Verwendung einer „geschlechtsneutralen“ Sprache vorsieht – unter Abschaffung der bisherigen Begriffe wie „Vater“, „Mutter“, „Sohn“ und „Tochter“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Das neue Regelpaket, ließ Pelosi wissen, enthalte Änderungen, die „alle Geschlechtsidentitäten anerkennen, indem sie Pronomen und familiäre Beziehungen in den Hausregeln ändern, um geschlechtsneutral zu sein“.

In einer separaten Ankündigung heißt es, daß das Regelpaket der Demokraten „Verweise auf das Geschlecht nötigenfalls entfernt“. Das geschehe, um sicherzustellen, „daß wir alle Mitglieder, Delegierten, ansässigen Ausschußmitglieder und ihre Familien einschließen – einschließlich derer, die sich als ‚divers‘ identifizieren“.

Begriffe wie „Vater“, „Mutter“ etc. würden künftig durch „Elternteil, Kind, Geschwister, Geschwister des Elternteils, Cousin ersten Grades, Kind des Geschwisters, Ehepartner, Schwiegereltern, Schwiegerkind, Schwiegergeschwister, Stiefelternteil, Stiefkind, Stiefgeschwister, Halbgeschwister,  Enkelkind“ ersetzt werden.

Pelosi und der demokratische Kongreßabgeordnete Jim McGovern erklärten, daß das Gesamtpaket „weitreichende ethische Reformen beinhaltet, die Verantwortlichkeit für das amerikanische Volk erhöht und dieses Repräsentantenhaus zum integrativsten in der Geschichte macht“. Auch ein neuer Sonderausschuß für wirtschaftliche Ungleichheit und Fairneß im Wachstum soll eingerichtet werden. Er soll „Untersuchungen, Studien, Erkenntnisse und Empfehlungen zu Politiken, Strategien und Innovationen“ erarbeiten, „um das amerikanische Wirtschaftswachstum zu fördern und gleichzeitig sicherzustellen, daß niemand in der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts ausgeschlossen oder zurückgelassen wird“.

Erst im September 2020 hatte US-Präsident Donald Trump eine Verordnung unter dem Titel „Exekutivverordnung zur Bekämpfung von Rassen- und Geschlechtsstereotypen“ erlassen. Sie hat zum Ziel, die Verbreitung „antiamerikanischer und spalterischer Ideologien“ einzudämmen – unter anderem „aggressive Gender- oder Feminismus-Konzepte, die kulturell-marxistischen Vorstellungen entspringen“. Das wollen Pelosi und Co. nun so rasch als möglich rückgängig machen – sollte sich Amtsinhaber Trump nicht noch durchsetzen. (mü)

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