Unglaubliches Behördenversagen: Der Mannheimer Messermörder galt als „gut integriert“
Mannheim. Der Messermord von Mannheim hat das Zeug zu einem politischen Skandal. Denn der Täter, der 25jährige Afghane Sulaiman A., hätte nach Ablehnung seines Asylantrags bereits vor zehn Jahren aus Deutschland abgeschoben werden müssen. Außerdem hatten ihn die Behörden wegen seiner erkennbaren Radikalisierung seit Jahren auf dem Radarschirm. Auch Bundesjustizminister Buschmann (FDP) kann sich der Tatsache nicht verschließen, daß beim Messermord am Freitag „klare Hinweise für ein islamistisches Motiv“ vorlägen.
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Der Fall offenbart einmal mehr das großflächige Versagen der deutschen Zuwanderungspolitik. Denn Sulaiman A., der 2013 im Alter von 14 Jahren als sogenannter „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“ einreiste, wurde nach der Ablehnung seines Asylantrags ein Jahr später nicht etwa abgeschoben, vielmehr verhängte die Ausländerbehörde ausdrücklich ein Abschiebeverbot.
In der Folgezeit gelang es Sulaiman A., Deutschkurse zu absolvieren und dabei ein „fortgeschrittenes Sprachniveau“ zu erlangen; auch schaffte er 2017 einen erweiterten Hauptschulabschluß. 2022 wurde er Vater eines in Deutschland geborenen Kindes – den Behörden genügte das, um ihn mit einem vorläufig verlängerten Bleiberecht zu belohnen. Schon 2019 hatte er geheiratet. Schließlich erhielt er eine Aufenthaltserlaubnis bis 2026.
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Gleichzeitig radikalisierte er sich. Er ließ sich einen Islamisten-Vollbart wachsen und reaktivierte seine Accounts in den sozialen Netzwerken. Dort lud er zahlreiche Videos eines inzwischen getöteten afghanischen Predigers und Taliban-Kommandeurs hoch. Eigenartigerweise verschwanden ausgerechnet am Samstag, einen Tag nach dem Mannheimer Messermord, mehrere Dutzend einschlägiger Islam-Videos von seinem Account, ebenso wie das islamische Glaubensbekenntnis auf weißem Grund. Die „Welt“, die darüber berichtet, fragt: „Wurden die Inhalte auf Geheiß der Ermittler aus dem Netz genommen?“ Oder anders gefragt: sollte der islamistische Hintergrund der Mannheimer Mordtat vertuscht werden?
Besonders absurd: weil sich Sulaiman A. nie etwas zuschulden kommen ließ, galt er bei den Behörden als Vorzeigebeispiel für eine „gelungene Integration“.
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Jetzt stehen viele Fragen im Raum: unter anderem, warum die unverhohlenen islamistischen Aktivitäten des Messerstechers von den deutschen Sicherheitsbehörden nicht entdeckt wurden und Sulaiman A. nicht von ihnen als „Gefährder“ eingestuft wurde. Erste Rufe nach einem Untersuchungsausschuß im Landtag werden laut. (rk)
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