Ungarns Grenzen bleiben dicht: Afrikaner, Südamerikaner und Asiaten müssen draußen bleiben
Budapest. Die ungarische Regierung hat zwar – anders als die meisten westeuropäischen Regierungen – die Corona-Einschränkungen inzwischen wieder auf Eis gelegt. Doch die Landesgrenzen bleiben bis auf weiteres dicht – zumindest für Afrikaner und viele Asiaten. Budapest will Einreiseverbote verhängen. Sie sollen vor allem für Menschen aus Afrika, Südamerika und weiten Teilen Asiens gelten. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Zudem sollen die Einreisen aus einigen europäischen Staaten eingeschränkt werden, teilte der Stabschef von Präsident Orbán, Gergely Gulyás, mit.
„Wir müssen unsere Sicherheit schützen, damit das Virus nicht von außen eingeschleppt wird“, sagte Gulyás vor Journalisten. Die Infektionszahlen in Ungarn selbst gingen weiter zurück, „und wir wollen, daß das so bleibt“, erklärte er.
Laut Gulyás teilen die ungarischen Gesundheitsbehörden 154 Länder auf der Grundlage der dortigen Coronavirus-Infektionszahlen in drei unterschiedliche Risikokategorien ein. Zur höchsten Risikogruppe „rot“ werden demnach alle afrikanischen und südamerikanischen Länder gezählt sowie alle asiatischen Länder, abgesehen von China und Japan. Menschen aus der roten Gruppe dürfen ab Dienstag nicht mehr nach Ungarn einreisen.
Aus Europa gehören auch Albanien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Kosovo, Weißrußland, Montenegro und die Ukraine zur „roten“ Gruppe. Ungarische Staatsbürger, die aus Ländern dieser Gruppe einreisen, müssen sich testen lassen und eine 14-tägige Quarantäne einhalten.
Regierungschef Orbán hatte jüngst bereits angekündigt, er werde der EU-Empfehlung, die Coronavirus-Einreiserestriktionen für weitere Länder zu streichen, nicht folgen. (mü)
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