Ungarn schert aus der Sanktionsfront aus: Mehr statt weniger Gas aus Rußland

Ungarn schert aus der Sanktionsfront aus: Mehr statt weniger Gas aus Rußland

Budapest/Moskau. Wenn das keine schallende Ohrfeige für Brüssel ist: Ungarn verhandelt mit Rußland über zusätzliche Gaslieferungen. Der ungarische Außenminister Szijjártó hält sich zu diesem Zweck in Moskau auf und konferiert dort mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow. Brisant: die Aktion geschieht ohne Absprache mit Brüssel – und kommt damit einem glatten Affront an die Adresse der EU gleich.

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Zusätzlich zu den bereits vereinbarten Mengen wolle sein Land heuer 700 Millionen Kubikmeter russisches Gas kaufen, teilte der ungarische Gast in Moskau mit. Es gehe um die Energiesicherheit Ungarns. Sein russischer Amtskollege erklärte: „Diese Anfrage wird umgehend vermeldet und geprüft.”

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Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat Rußland bereits mehreren „unfreundlichen” europäischen Ländern den Gashahn komplett zugedreht – darunter Polen und Bulgarien, weil sie es ablehnten, für die Lieferungen – wie von Kremlchef Putin gefordert – in Rubel zu bezahlen.

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Die EU hat nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine Ende Februar mehrere weitreichende Sanktionspakete gegen Moskau verabschiedet. Auch diesen Sanktionen verweigert sich Rußland beharrlich. Im Gegenteil hatte der ungarische Präsident Orbán erst kürzlich – zum Mißfallen Brüssels – die gemeinsamen Sanktionen als für Europa schädlich kritisiert. (mü)

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