Uncle Sam hat die deutsche Konkurrenz ausgebootet: Firmen wandern in die USA ab

Uncle Sam hat die deutsche Konkurrenz ausgebootet: Firmen wandern in die USA ab

Berlin/Washington. Die USA profitieren vom sich abzeichnenden Ruin des Wirtschaftsstandorts Deutschland gleich in mehrfacher Hinsicht: einmal weil sie ihr teures Fracking-Gas nach dem Ausbooten der russischen Konkurrenz nach Deutschland verkaufen können, zum zweiten, weil Deutschland infolge des schwächelnden Euro und zweistelliger Inflationsraten nicht mehr mit den USA mithalten kann – und drittens, weil immer mehr deutsche Unternehmen in die USA übersiedeln.

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Washington lockt deutsche Firmen mit billiger Energie und niedrigen Steuern. Das gilt vor allem für die Südstaaten. Im Zuge des Ukrainekrieges und der Energiekrise in Deutschland verstärken die USA ihr Werben um deutsche Unternehmen. Zahlreiche US-Bundesstaaten bieten neben billiger Energie auch Steuererleichterungen und andere Hilfen an.

„Wir hatten zuletzt in elf von 14 Quartalen die niedrigsten Energiekosten der USA“, sagt etwa Kevin Stitt, Gouverneur von Oklahoma. Ähnlich argumentiert der Wirtschaftsminister von Georgia, Pat Wilson: „Unsere Energiekosten sind niedrig und die Netze stabil.“

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Zudem sei der Kohleausstieg beschlossene Sache, bis 2024 nehme sein Bundesstaat zwei neue Kernkraftwerke ans Netz. „Unternehmen, die nach Georgia kommen, verringern ihren Klimafußabdruck“, sagt Wilson.

Das Werben hat Erfolg: zahlreiche deutsche Firmen planen den Auf- oder Ausbau ihrer US-Standorte, wie jüngst auch das „Handelsblatt“ anhand eigener Recherchen mitteilte. Zahlen aus wichtigen Staaten wie Virginia, Georgia und Oklahoma belegen das steigende Interesse – und Germany hat das Nachsehen. (st)

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