Ukrainischer Ex-Berater Arestowitsch: „Front könnte in drei bis vier Monaten zusammenbrechen
Kiew. Seitdem er im Ausland in Sicherheit ist, riskiert der frühere ukrainische Präsidentenbearter Oleksij Arestowitsch immer wieder auch einmal klare Worte. Jetzt warnte er angesichts einer zunehmenden Zahl von Deserteuren in der ukrainischen Armee vor einem Zusammenbrechen der Front und mahnte zu Verhandlungen.
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Zuletzt fiel die strategisch wichtige Stadt Ugledar in die Hände der Russen, die ihren kontinuierlichen Vormarsch weiter fortsetzen. Würden keine Verhandlungen mit Moskau aufgenommen, so der Ex-Berater, drohten gravierende Folgen und ein Duchbruch der russischen Truppen. „Die Front könnte sonst in drei bis vier Monaten zusammenbrechen“, wird Arestowitsch zitiert, und: „Jetzt bricht die Front in vier Hauptrichtungen zusammen: in Pokrowsk, in Torezk, Tschassow Jar und in Kupjansk.“
Alle Pläne der Kiewer Regierung hätten sich mittlerweile als illusorisch erwiesen, die von Rußland besetzten Gebiete zurückzueroben. Vielmehr sie die Regierung überfordert: „Die Regierung in der Ukraine ist nicht in der Lage, die Probleme zu lösen, die dieser Krieg ihr gestellt hat. Das ist offensichtlich – egal ob wirtschaftlicher, demografischer, ideologischer, politischer oder militärischer Natur“, kritisiert Arestowitsch.
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Zuletzt hatte der Fall eines bekannten Soldaten und Podcast-Moderators für Aufsehen gesorgt, weil dieser öffentlich in einer Podiumsdiskussion erklärte, nicht mehr an die Front zurückkehren zu wollen, und seitdem untergetaucht ist. Aber auch aufs Ganze gesehen, verschlimmern steigende Zahlen von Deserteuren die militärische Situation für Kiew. Der ukrainische Anwalt Roman Lichatschow hatte erst unlängst mitgeteilt, daß seit 2022 mehr als hunderttausend Fälle „freiwilligen Verlassens“ der Einheit registriert worden seien. (mü)
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