Ukraine-Poker: Washington liefert Kriegsmaterial – und bringt Diplomaten in Sicherheit
Washington/Kiew. Couragiertes Einstehen für die eigenen Verbündeten sieht anders aus: während die USA Militärmaterial in die Ukraine liefern und an der Propagandafront eifrig die Hysterie wegen einer angeblich bevorstehenden russischen Invasion befeuern, ziehen sie gleichzeitig ihr diplomatisches Personal aus der Ukraine ab. Konkret geht es um den US-Botschafter und weitere Diplomaten mitsamt ihren Familienangehörigen, denen das US-Außenministerium jetzt die Ausreise in die USA nahelegte. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Es handle sich bei den Maßnahmen um „Vorsichtsmaßnahmen“, sagte eine hochrangige Beamtin des US-Außenministeriums. In den letzten Tagen warnte das Weiße Haus wiederholt davor, daß es „jederzeit“ zu einem Einmarsch Rußlands in die Ukraine kommen könne. Die Ausreise des nicht vor Ort notwendigen Personals sei freiwillig. Familienangehörige seien jedoch dazu verpflichtet, das Land zu verlassen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Die USA paßten auch ihre Reisehinweise für die Ukraine und Rußland an. Für beide Länder wurde bereits zuvor von Reisen abgeraten – es gilt weiterhin die höchste Gefahrenkategorie 4.
Die Ausschleusung des amerikanischen Diplomatenpersonals ist nur eines unter mehreren Zeichen dafür, daß Washington in einem möglichen militärischen Konflikt um die Ukraine ersichtlich nicht bereit ist, mit vollem Einsatz zu spielen. In Diplomatenkreisen wurde registriert, daß US-Außenminister Blinken am Sonntag auf die Frage, ob die USA im Falle einer Invasion US-Soldaten in die Ukraine schicken würden, ausweichend reagierte. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Aktuell unterstützen die USA die Ukraine massiv mit militärischem Material. Dem Pentagon zufolge sind derzeit weniger als 200 Soldaten der Nationalgarde von Florida in der Ukraine im Einsatz. (mü)
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