Ukraine-Krise treibt Verbraucherpreise nach oben: Bald 6 Prozent Inflation?

Ukraine-Krise treibt Verbraucherpreise nach oben: Bald 6 Prozent Inflation?

Köln. Für die deutschen Verbraucher kommt es jetzt knüppeldick: sie können nicht nur die Folgen der „Energiewende“ und die Explosion der Strom- und Gaspreise ausbaden, sondern jetzt auch noch die Auswirkungen der aktuellen Ukraine-Krise. Sollte es deshalb zu Engpässen bei Gaslieferungen aus Rußland kommen, könnte die Inflation 2022 auf über sechs Prozent und 2023 auf fünf Prozent steigen. Zu dieser Einschätzung gelangen Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

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Besonders nachdenklich stimmt ein worst-case-Szenario der Fachleute: im schlimmsten Fall könnte es wegen einer weiteren Eskalation des Konflikts zu einem Preisanstieg um 50 Prozent kommen. Das könnte etwa der Fall sein, wenn Rußland im Streit mit dem Westen den Gashahn teilweise oder ganz zudreht – was bisher trotz politischer Spannungen noch niemals der Fall war. Dann würde die Inflationsrate in diesem Jahr um 2,5 Punkte höher ausfallen als erwartet, 2023 dann um 2,8 Punkte, heißt es in der IW-Analyse.

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Zusammengerechnet mit den bisherigen Inflations-Prognosen der Bundesbank ergäbe das im schlimmsten Fall eine Teuerungsrate von 6,1 Prozent in diesem Jahr. 2023 gäbe es mit einem Anstieg von 5,0 Prozent ebenfalls keine Entspannung bei den Verbraucherpreisen.

Im Januar 2022 lag die Inflationsrate zuletzt bei 4,9 Prozent.

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