Ukraine-Krieg - Tag 39: War Rußlands Offensive auf Kiew von Beginn an nur ein Täschungsmanöver?
"Ukraine meldet 'Befreiung' der gesamten Region um Kiew", meldet die F.A.Z. in der Nacht zu Sonntag schlagzeilenträchtig. Doch im Internet kursieren Gerüchte, wonach die von Rußland seit Beginn des Krieges geführte Offensive auf Kiew nur ein Ablenkungsmanöver war, um die ukrainischen Streitkräfte, denen die Verteidigung ihrer Hauptstadt ein prioritäres Anliegen war, aus dem Osten und Süden fernzuhalten. Was ist dran an dieser Einschätzung?
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Im Detail heißt es heute Morgen bei der F.A.Z.: "Nach wochenlangen Kämpfen hat die ukrainische Armee nach Regierungsangaben die Region um die Hauptstadt Kiew wieder vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. 'Irpin, Butscha, Hostomel und die gesamte Region Kiew wurden von den Invasoren befreit', schrieb Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maliar am Samstag auf Facebook. Die ukrainische Regierung meldete einen 'schnellen Rückzug' der russischen Truppen im Norden des Landes. (...) Die russischen Truppen hatten sich bereits in den vergangenen Tagen aus den nordwestlich von Kiew gelegenen Vororten Irpin und Butscha zurückgezogen, nachdem ihr Versuch, die ukrainische Hauptstadt einzukesseln, gescheitert war."
Doch einige Militärexperten vermuten hinter Rußlands Rückzug aus der Region Kiew das Befolgen eines von Anfang des Feldzugs an vorgesehenen Plans. Moskau habe demnach einen Scheinangriff auf die Hauptstadt geführt, um die kampfstärksten ukrainischen Verbände in der Region zu binden, während die Truppen des Kremls im Osten und Süden vorgehen konnten. Die am Sonntag gemeldeten Luftangriffe auf Odessa beflügeln diese Theorie, ebenso die Massierung von Truppen im Donbass und der Südukraine.
Die folgende Karte (Stand 2. April) zeigt die aktuelle militärische Lage.
Quelle: https://readovka.news
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