Ukraine-Krieg befeuert Grenzdiskussionen: Wer bekommt Königsberg?
Warschau/Königsberg. Im Kontext der aktuellen Ukraine-Krise kommen auch verstärkt Korrekturen der europäischen Landkarte ins Gespräch. So hat der frühere Befehlshaber der polnischen Landstreitkräfte, General Waldemar Skrzypczak, jetzt in einem Gespräch mit der polnischen Zeitung „Super Express“ erklärt, Polen solle die Frage der Zugehörigkeit der Region Kaliningrad (= Königsberg) stellen, die seit 1945 „von Rußland besetzt“ sei. Polen habe einen Anspruch darauf.
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Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa wies den Vorstoß des polnischen Militärs kurz und bündig zurück. Auf Telegram schrieb sie: „So, wie er sie stellt, wird er sie auch wieder absetzen.“
Nicht nur in Polen, sondern auch in Litauen werden immer wieder Ansprüche auf das Kaliningrader Gebiet erhoben, obwohl es eigentlich Deutschland zustünde, hierauf Ansprüche zu erheben.
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Besonders lebhaft ist die Grenzdiskussion allerdings in Polen. Dort veröffentlichte der frühere ukrainische ehemalige Parlamentsabgeordnete Ilja Kiwa dieser Tage auf Telegram eine Karte der Ukraine, die eine mögliche künftige Aufteilung des Landes zeigt. Die Karte wurde auch im polnischen Fernsehsender TVP1 gezeigt. Kiwa sagte in diesem Zusammenhang, sie spiegle die Bereitschaft des Westens wider, die Grenzen der Ukraine zu ändern.
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Auf dem veröffentlichten Bild sind die ukrainischen Regionen Lwow, Iwano-Frankowsk, Wolhynien, Rownensk und Ternopol als Teil Polens dargestellt. Das Territorium der Regionen Odessa, Nikolajew, Cherson, Saporoschje, Dnepropetrowsk und Charkow sowie die Donbass-Republiken sind als zur Russischen Föderation gehörig gekennzeichnet. Rumänien ist auf der Karte die Region Tschernowitskij zugeordnet und Ungarn die Region Sakarpatje. Nach Angaben des polnischen Fernsehens würden in diesem Szenario nur die zentralen und nördlichen Regionen des Landes Teil einer unabhängigen Ukraine bleiben. (mü)
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