Ukraine-Krieg: Am 18. Kriegstag geht Moskau auf "breiter Front" in der Ukraine vor

Ukraine-Krieg: Am 18. Kriegstag geht Moskau auf "breiter Front" in der Ukraine vor

Am 18. Kriegstag setzt Moskau seine Angriffe auf "breiter Front" fort. Besonders in der Südukraine, aber auch im Osten und in den Randbezirken Kiews toben derzeit die heftigsten Gefechte. Militärtaktisch läuft die russische Offensive weitgehend planmäßig, auch wenn dies in westlichen Medien gerne anders dargestellt wird. Gleichwohl ist der Widerstandswillen der ukrainischen Kämpfer hoch und hat ein schnelleres Vorgehen der russischen Invasoren verhindert. 

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Zur militärischen Lage am 13. März

Die Hafenstadt Mariupol im Südosten war weiterhin Mittelpunkt schwerer Kämpfe. Dort stießen prorussische Separatisten mit Unterstützung russischer Truppen in östliche Randbezirke vor, meldeten die ukrainischen Streitkräfte. Auch Artillerie- und Raketenbeschuß wurde berichtet. Ukrainische Stellen gehen von einer bevorstehenden Stürmung Mariupols aus.

Im Süden erhöhen die russischen Invasoren im Gebiet um die Stadt Mykolajiw den Druck auf die Ukrainer. Mykolajiw liegt an der Mündung des Südlichen Bugs ins Schwarze Meer. Sollten russische Truppen die Stadt erobern oder umgehen, stünde ihnen der Landweg nach Odessa offen.

Die seit Tagen umkämpfte Kleinstadt Isjum - an der Grenze zur Oblast Donezk liegend - soll zur Hälfte unter russischer Kontrolle stehen, die Angreifer hätten sich im Nordteil der Stadt verschanzt.

"Rund um die eroberte Stadt Wolnowacha im Donbass versuchten die russischen Truppen nach Kiewer Angaben, eine Offensive zu starten. Heftige Kämpfe habe es zudem um die Ortschaft Rubischne im Luhansker Gebiet gegeben. Ebenfalls im Osten der Ukraine nahmen die Angreifer nach russischen Angaben zahlreiche Ortschaften ein", informiert die F.A.Z.

Ukrainischen Militärangaben zufolge werde außerdem die nordostukrainische Großstadt Tschernihiw aus südwestlicher Richtung angegriffen und blockiert. Lesen Sie zur bevorstehenden „Schlacht um Kiew“ auch die folgende Analyse:

„Schlüsselschlacht des Krieges“?: Russen und Ukrainer rüsten für die Schlacht um Kiew

In der Nähe von Kiew soll nach Verlautbarung des russischen Verteidigungsministeriums eine Luftwaffenbasis in Wassylkiw und das nachrichtendienstliche Aufklärungszentrum der ukrainischen Streitkräfte in Browary dem Erdboden gleichgemacht worden sein.

"Eine russische Offensive stehe zudem der Stadt Sjewjerodonezk mit 100.000 Einwohnern im Gebiet Luhansk bevor. Im Süden des Landes bauten russische Truppen Kräfte an der Industriegroßstadt Krywyj Rih mit über 600.000 Einwohnern auf." (F.A.Z.)

In der ostukrainischen Stadt Swjatohirsk (Oblast Donezk) wurde bei schweren Kämpfen das Himmelfahrtskloster durch eine russische Fliegerbombe beschädigt. In der Donezker Oblast bereiteten russische Verbände eine Offensive auf die Kleinstadt Wuhledar vor.

Nahe der polnischen Grenze wurde ein ukrainischer Militärstützpunkt in Jaworiw von russischen Raketen beschossen. "Die Besatzer haben einen Luftangriff auf das Internationale Zentrum für Friedenssicherung und Sicherheit gestartet", so die regionale Militärverwaltung von Lemberg. Nach ersten Einschätzungen wurden acht Raketen abgefeuert.

Die westukrainische Großstadt Lemberg (Lwiw) ist am Sonntagmorgen von mehreren Explosionen erschüttert worden. Mehrere Raketen sollen in der Stadt eingeschlagen sein.

Rußland hat am Sonnabend vor einer Verstärkung der NATO-Präsenz im Baltikum gewarnt. „Der Aufbau von NATO-Truppen und -Infrastruktur direkt an unseren Grenzen sowie Pläne für ihren dauerhaften Einsatz sind offen gesagt eine Provokation und führen zu einer deutlichen Zunahme der Konfrontation im Baltikum“, so der Direktor für Europapolitik im russischen Außenministerium, Sergej Beljajew, gegenüber der Agentur Interfax. Beljajew warnte außerdem vor einer NATO-Aufnahme von Schweden oder Finnland. Dies hätte „ernsthafte militärische und politische Folgen, die uns dazu zwingen würden, die gesamte Bandbreite der Beziehungen zu diesen Staaten zu überdenken und Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen“, so der Diplomat.

Darüber hinaus warnte Moskau eindringlich davor, westliche Waffenlieferungen in die Ukraine zu verstärken. Konvois mit militärischen Rüstungsgütern und Waffenlieferungen werden als militärische Ziele gesehen, so Vize-Außenminister Sergej Rjabkow.

Rußland strebt nach ukrainischen Angaben danach, in der eroberten Großstadt Cherson ein Referendum zur Gründung einer unabhängigen "Volksrepublik" zu inszenieren. Dies sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba. Da es dafür keinerlei Unterstützung im Volk gebe, werde das Referendum komplett gefälscht werden, sagte Kuleba. Sollte Rußland dies realisieren, müßten scharfe Sanktionen des Westens folgen. "Cherson ist und wird immer in der Ukraine sein."

Die folgende Karte (Stand 12. März) zeigt im Gegensatz zu kartographischen Darstellungen westlicher Medien die weitreichenden Gebietsgewinne der russischen Armee. Das taktische Vorgehen der Verbände Rußlands bestätigt die Einschätzung unseres Militärexperten Hagen Eichberger, die er in diesem Interview tätigte: „Die Zweite Welle des russischen Angriffs steht bevor“

Quelle: https://readovka.news

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Kommentare