Tschechischer Präsident macht Kiew keine Hoffnung: „Jetzt arbeitet die Zeit für Rußland“

Tschechischer Präsident macht Kiew keine Hoffnung: „Jetzt arbeitet die Zeit für Rußland“

Prag. Der tschechische Präsident Petr Pavel ist ein ausgewiesener Unterstützer der NATO-Politik gegenüber Rußland und der Ukraine. Aber schon beim letzten NATO-Gipfel in Warschau ließ er realistischerweise durchblicken, daß sich das „Fenster der Gelegenheit“ für die Ukraine noch vor Ende des Jahres schließen werde – nicht nur wegen der winterlichen Bedingungen, sondern auch wegen der bevorstehenden Wahlen unter anderem in den USA.

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Jetzt legte Pavel nach und prognostizierte, daß im kommenden Jahr Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau beginnen dürften. Die Ukraine dürfte nämlich keinen militärischen Vorteil mehr erzielen. Nun sei Rußland im Vorteil. Pavel ist Ex-Vorsitzender des NATO-Militärausschusses und war bis 2015 Leiter des tschechischen Generalstabs.

Pavel präzisierte, die Zeit arbeite zugunsten Rußlands, das über eine stärkere Mobilisierungsbasis für seine Streitkräfte verfügt. Er rechnet schon bald mit Verhandlungen: „Verhandlungen könnten nächstes Jahr beginnen, da die Entwicklungen nicht darauf hindeuten, daß die ukrainische Seite einen militärischen Vorteil erlangen wird. Die Zeit arbeitet jetzt zugunsten Russlands.“ Indem Moskau Zeit gewinne, „wird es auch in der Lage sein, seine Ausrüstung aufzustocken, die ihm seit langem fehlt. Wir sehen massive Lieferungen aus Nordkorea, wir sehen Versuche, die Sanktionen zu umgehen.“

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Pavel glaubt zudem, daß der Kreml auch auf die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr warten könnte. Während Amtsinhaber Joe Biden daran festhält, die Ukraine weiterhin uneingeschränkt zu unterstützen, ist man im republikanischen Lager des Krieges längst überdrüssig. Donald Trump, 2024 mutmaßlich wieder republikanischer Bewerber um das Amt des Präsidenten, hat in den letzten Monaten wiederholt erklärt, den Krieg in der Ukraine rasch beenden zu wollen. (mü)

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